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Wenig Zinsen und trotzdem sparen: Die Belgier setzen weiter auf das Sparkonto

Die belgischen Sparer überweisen weiterhin viel Geld auf ihre Sparbücher. Das diese heute kaum noch Zinsen abwerfen, scheint dabei kein Problem zu sein. Was zählt, ist offenbar die Sicherheit und die Gewissheit, kein Geld zu verlieren, das möglicherweise falsch investiert wurde. Derzeit ist eine Gesamtsumme von rund 278 Mia. € auf belgischen Sparbüchern geparkt…

Das in Belgien auf Sparkonten derzeit quasi negative Zinsen berechnet werden, hält die Bürger unseres Landes nicht davon ab, trotzdem nicht genutztes Geld auf ihre Sparbücher und -konten zu setzen. Derzeit liegen die Zinsen auf Spargeld in Belgien niedriger als die Inflation, weshalb von Negativzinsen die Rede ist.

Die Tendenz der Negativzinsen auf Sparguthaben ist bei allen hier aktiven Banken zu sehen. Marktführer BNP Paribas Fortis gibt an, insgesamt rund 63 Mia. € gespartes Geld zu verwalten. Hier stiegen diese Guthaben im vergangenen Jahr 2019 sogar noch um 3,47 %. Bei anderen Banken stiegen die Zuwächse noch höher. Die Allfinanzgruppe KBC meldet eine Zunahme um 9,2 % in Sachen Sparguthaben.

Beobachter geben dafür drei Gründe an: 1. Eine steigende Kaufkraft, die es den Leuten ermöglicht, nicht nur mehr zu kaufen, sondern auch mehr zu sparen. 2. Die Risikobereitschaft, z.B. in Obligationen oder in Festgeld zu investieren, sinkt, denn auch hier sinken die Gewinnspannen. 3. Sparkonten werden nicht selten als „Wartekonten“ genutzt, bevor das entsprechende Geld weiter investiert wird oder wenn Investitionen ablaufen.