© Sabine Joosten/Hollandse Hoogte

Bodenuntersuchung für hunderttausend flämische Parzellen bald verpflichtend

 

Eigentümer von Grundstücken, bei denen die Gefahr einer Bodenverunreinigung besteht, werden ab 2021 verpflichtet, diese untersuchen zu lassen. Nur wenige Menschen sind sich bewusst, dass ihr Land verschmutzt sein könnte, schreibt De Tijd an diesem Samstag.

Ein Risiko-Grundstück ist ein Stück Land, auf dem einst umweltbelastende Aktivitäten stattgefunden haben. Eine Bodenuntersuchung soll feststellen, ob dies zu einer Verschmutzung geführt hat. Häufig handelt es sich um  Industrie, von der chemischen Reinigung bis hin zu Werkstätten. Bei diesen Aktivitäten können Schadstoffe wie Mineralöle, Lösungsmittel oder Metalle in den Boden versickern. Die Rückstände stellen eine Gefahr für die Landwirtschaft, die Natur und die Gesundheit dar.

Bis 2028 sollen alle Risiko-Grundstücke hinsichtlich möglicher Kontaminationen identifiziert werden. Das Abfallunternehmen OVAM wird die Eigentümer mit Untersuchungspflicht informieren. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert Sanktionen.

Nach Angaben des Abfallunternehmens OVAM müssen noch rund 100.000 Parzellen auf Verunreinigungen untersucht werden. Das ist die Hälfte aller flämischen Risiko-Parzellen. Aus einer Statistik, die die flämische Abgeordnete Freya Perdaens (N-VA) von Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) angefordert hatte, geht hervor, dass die Unterschiede zwischen den Gemeinden groß sind. In Lochristi in Ostflandern und Dessel in Antwerpen wurden beispielsweise noch nicht einmal 10% der Hochrisikoflächen untersucht. In beiden Gemeinden warten mehr als tausend potenziell gefährliche Parzellen auf Bodenuntersuchungen. In absoluten Zahlen liegt die Mehrzahl der nicht untersuchten Risikoflächen in Gent, genauer gesagt 4.776.