Leiter des belgischen Finanzsektor-Verbandes plant neue politische Bewegung

Karel Van Eetvelt, der Präsident von Febelfin, dem belgischen Verband des Finanzsektors, plant die Gründung einer neuen politischen Bewegung. Das kündigte er an diesem Samstag in einem Interview mit der Zeitung De Morgen an. Das Projekt befinde sich noch im Anfangsstadium, aber der Leiter des Verbandes lässt durchblicken, dass er mit einer Gruppe von Personen in Kontakt stehe. "Es muss radikal innovativ sein", so Van Eetvelt.

Der ehemalige Chef des belgischen Unternehmerverbandes Unizo wurde einst als potenzieller Kandidat für den Vorsitz der flämischen Christdemokraten (CD&V) erwähnt. Am Ende hatte Karel Van Eetvelt die Gerüchte zum Schweigen gebracht, indem er sagte, dass es sich nicht um eine persönliche Ambition handelte.

Der Mann hat jedoch Gespräche mit den zwölf flämischen Christdemokraten geführt, die für die Erneuerung der Partei zuständig sind. Doch, so sagte er gegenüber De Morgen, er sei auf zu viele Mauern und Konservatismus gestoßen. "Ich möchte mich jetzt in einer neuen politischen Bewegung nützlich machen."

Der Name und die Form dieser Bewegung sowie die Rolle, die Karel van Eetvelt darin spielen wird, werden noch diskutiert. Diese Gespräche bringen Menschen aus der politischen Welt, aber auch von außerhalb zusammen.

Der Präsident von Febelfin betonte, er wolle nicht Teil des 'politischen Establishments' sein und eine Antwort auf die Reden des rechtsextremen Vlaams Belang und der linken PVDA (PTB) geben. "Ihnen muss eine offene, progressive und tolerante Alternative entgegengesetzt werden", sagte er, in "einer Bewegung, die auch Raum für Bürgerbeteiligung lässt".