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Jambon will Neuanfang mit flämischer Regierung

Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) will mit der flämischen Regierung noch einmal von vorne anfangen: "Ich will die negative Seite umdrehen und nach vorne schauen", sagt er in einem Interview mit der Zeitung De Zondag.

Der Ministerpräsident will einen Schlussstrich unter den turbulenten Start seiner Regierung ziehen. "Wir müssen hart arbeiten, um das Vertrauen wiederherzustellen, aber wir können es schaffen", betont Jambon. Dazu will der Ministerpräsident "zunächst einmal eine positive Geschichte erzählen. Ich möchte das negative Blatt umdrehen und nach vorne schauen. Flandern ist in so vielen Dingen Weltspitze".

Zu der von der flämischen Regierung angekündigten Maßnahme, 60% der Projektzuschüsse für junge Künstler einzusparen, sagt Jambon: "Diese Maßnahme habe ich nicht gerne ergriffen. Wir haben uns dafür entschieden, die Einsparungen für die großen Kunsteinrichtungen auf drei Prozent zu begrenzen. Es war das eine oder das andere. Doch diese Institutionen haben auch die Aufgabe, jungen Künstlern mehr Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. Das tun sie heute noch nicht genug. Wir werden sie kontollieren."

Das konföderale Modell sei laut Jambon die Lösung für die derzeitige Unregierbarkeit des Landes. Es könne schon jetzt eingeführt werden. Dafür bräuchte es keine Neuwahlen, so Jambon. "Man brauche dafür nur politischen Willen und staatsmännisches Geschick." Auf die Frage, ob eine lila-grüne Regierung (flämische und französischsprachige Liberale, Sozialisten und Grüne, Red.!) einen Einfluss auf die flämische Regierung haben werde, antwortete Jambon: "Ich denke schon. Dann muss ich meinen Vizepremiers einmal tief in die Augen sehen."