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Ab 2021 wird 30 km/h die Norm in Brüssel

Ab dem 1. Januar 2021 wird die gesamte Region Brüssel zur "Stadt 30" bzw. „Zone 30“. In Brüssel wird dann die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern zur Norm. Allerdings soll es auch Ausnahmen von dieser Regel geben. Die regionale Verkehrsbehörde legt an diesem Montag eine Karte vor, auf der die Ausnahmen von der Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in der Region Brüssel dargestellt sind. Es handelt sich bei der Liste um einen vorläufigen Straßenplan. Die Behörde startet an diesem Montag Konsultationen mit den Gemeinden, Polizeizonen und öffentlichen Verkehrsbetrieben, um den Verkehrsplan fertigzustellen.

Ab dem 1. Januar 2021 wird der Plan "Stadt 30" für die Straßen der Hauptstadt gelten. Die standardmäßig zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Region Brüssel wird dann 30 km/h betragen, mit einigen Ausnahmen für so genannte strukturierende Straßenachsen. So werden die Tunnel, der innere Ring, die Leopold II-laan/Boulevard Léopold II, die Rue Belliardstraat und die Wetstraat/Rue de la Loi, die Generaal Jacqueslaan/Boulevard Général Jacques, die Louizalaan/Avenue Louise, die Tervurenlaan/Avenue de Tervuren und mehrere andere stark befahrene Straßen mit 50 km/h befahrbar sein. Das Limit von 70 km/h wird sogar für "einige Stadtzufahrten" beibehalten. Andere Hauptstraßen, darunter der Charleroisesteenweg/Chaussée de Charleroi und der Ninoofsesteenweg/Chaussée de Ninove, unterliegen der allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung.

Schon heute sind 60 % des Straßennetzes in der Region Brüssel-Hauptstadt eine 30 km/h-Zone. Dieser Prozentsatz soll also erweitert werden. In Städten wie Bordeaux oder Paris sind zum Beispiel bereits 85 % der Fläche eine Zone 30.

Zwei Drittel der Arbeiten sind bereits abgeschlossen, aber die Punkte bezüglich Beschilderung, Straßenmarkierungen, Kommunikation und Kontrolle müssen noch angegangen werden, um die Praktiken im Straßenverkehr zu harmonisieren. Außerdem müssen einige Strecken noch dem einen oder anderen System zugeordnet werden. Hier müssen noch Konsultationen zwischen der Verkehrsbehörde und den verschiedenen von diesen Änderungen betroffenen Stellen stattfinden.

In diesem Jahr erhöht die Region Brüssel zudem die Subventionen an die Gemeinden für kleinere Arbeiten, um die Stadtviertel verkehrssicherer zu machen. Jährlich werden in der Region 50 Verkehrsopfer - Tote und Verletzte - aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit registriert.

"Übermäßige Geschwindigkeit verursacht Unfälle und verschlimmert immer deren Folgen. Ich freue mich auf die Schaffung der 'City 30', denn sie wird Leben retten. Sie wird auch die Lebensqualität der Einwohner von Brüssel durch die Reduzierung von Lärm und Feinstaub verbessern", so die grüne Brüsseler Verkehrsministerin Elke Van den Brandt (Groen).