Rotes Kreuz Flandern eröffnet vorübergehende Notunterkunft für Asylbewerber in Bekkevoort

An diesem Montag hat das Rote Kreuz im Jugendzentrum Zozimus am Witteweg in Bekkevoort (Provinz Flämisch-Brabant) eine provisorische Notunterkunft für Asylbewerber eröffnet. Bis zum 13. Februar 2020 sollen dort maximal 112 Personen untergebracht werden. Laut Bürgermeister Hans Vandenberg (CD&V) werde die erste Gruppe von 30 Personen am Dienstag eintreffen.

Aufgrund des steigenden Aufnahmebedarfs für Asylbewerber sucht das Ausländeramt Fedasil ständig neue Aufnahmeorte, auch wenn diese wie in Bekkevoort nur vorübergehend zur Verfügung stehen. In dem Zentrum sollen vor allem Familien untergebracht werden. Ausgehend von den Nationalitäten, die in letzter Zeit in Belgien Asyl beantragt haben, werden es vor allem Familien aus Afghanistan, Syrien, El Salvador und Eritrea sein.

Trotz der Tatsache, dass verschiedener Orts Kritik an der Ankunft der Notunterkunft geäußert wurde, betonen sowohl Vandenberg als auch Ine Tassignon, Sprecherin des Roten Kreuzes Flandern, "dass die positiven Reaktionen überwiegen“ würden. "Während der Informationsveranstaltung über das Projekt tauchten Leute mit kritischen Fragen auf, aber daneben auch viele, die fragten, wie sie bei der Aufnahme helfen können", so Tassignon.

Am 30. Dezember hatte der rechtsextreme Vlaams Belang eine Protestaktion mit etwa 150 Personen gegen die Ankunft des Asylzentrums durchgeführt. Laut Bürgermeister Vandenberg habe es sich dabei hauptsächlich um Menschen von außerhalb von Bekkevoort gehandelt. Auch die flämischen Nationalisten von der N-VA Bekkevoort haben sich gegen die Ankunft des Zentrums ausgesprochen. Vandenberg weist darauf hin, dass die Asylpolitik eine Bundesangelegenheit sei und die Gemeindeverwaltung bereit sei, bei der menschenwürdigen Aufnahme der der Gemeinde zugewiesenen Asylbewerber zu kooperieren.