Rekordjahr für Energie aus Offshore-Windparks vor der belgischen Küste

Die belgischen Offshore-Windparks haben 2019 ein Rekordergebnis produziert. Sie lieferten 37 % mehr Strom als im Jahr 2018 und werden im neuen Jahr noch weiter zulegen, wie die flämischen Tageszeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad dazu meldeten. 2020 werden zu den sechs bereits vorhandenen Offshore-Windparks vor der belgischen Nordseeküste zwei weitere Anlagen hinzukommen.  

2019 stieg die Produktion dieser Anlagen von 3.408 auf 4.700 Gigawattstunden (GWh). Damit lieferten die zahlreichen Windräder vor der hiesigen Küste so viel Energie, dass damit 1,34 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden konnten. Im Jahr davor hätte die gelieferte Menge nachhaltiger Energie aus diesem Bereich für nur etwa 974.000 Haushalte gereicht, hieß es dazu.

Dieser starke Anstieg war schon Anfang 2019 vorprogrammiert, denn mit Norther wurde der insgesamt sechste Windpark vor der belgischen Nordseeküste in Betrieb genommen. Die Produktionssteigerung hätte sogar noch höher ausfallen können, wie Annemie Vermeylen von der Belgian Offshore Platform, dem Dachverband des belgischen Windenergiesektors dazu angab. Leider war 2019 ein eher weniger gutes Windjahr.

Vermeylen erinnerte auch darauf, dass sich die Leistung der Offshore-Windparks in den Wintermonaten allmählich der konventioneller Kraftwerke entspreche. Inzwischen werden diese Offshore-Windparks für die belgische Stromversorgung immer wichtiger. Die derzeit sechs Windparks liefern 5 bis 6 % der gesamten Stromproduktion in Belgien.

Noch in diesem Jahr wird mit dem Betrieb von zwei weiteren Windkraftanlagen vor der belgischen Nordseeküste begonnen. Laut den Plänen dazu sollen diese beiden Anlagen die Kapazität in diesem Bereich im weitere 706 Mw erhöhen, was noch einmal rund 45 % mehr Windstrom entsprechen würde. Damit würde aus den Offshore-Anlagen bis Ende des Jahres rund 10 % des Elektrizitätsbedarfs der hiesigen Privathaushalte gewährleistet.