2019 war für einige Häfen und Flughäfen wieder ein Rekordjahr

Im vergangenen Jahr haben sowohl der Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem (Foto), als auch der Regionalflughafen von Lüttich Rekorde verbucht. Ähnliches lässt sich auch zum zum flämisch-niederländischen Fusionshafen North Sea Port melden. Für den Hafen von Zeebrügge liegen noch keine gesicherten Zahlen vor, doch auch dort wird von weiteren Zuwächsen ausgegangen. Antwerpen gab seine Zahlen bereits vor Weihnachten bekannt.

Letztes Jahr verbuchte der Brussels Airport in Zaventem (Flämisch-Brabant) einen neuen Passagierrekord. Der Nationalflughafen registrierte 26,4 Millionen Reisende, was einen Anstieg um 2,8 % gegenüber 2018 entspricht. Gleichzeitig sank aber die Zahl der Flugbewegungen auf Jahresbasis um 0,4 %. In erster Linie profitierte der Flughafen davon, dass das Luftfahrt-Netzwerk Star Alliance mehr auf den Standort Brüssel als wichtigen internationalen Hub setzt.

Die Zahlen hätten 2019 wohl noch besser sein können, doch es gab mehrere Streiks der Fluglotsen bei der staatlichen belgischen Flugsicherung Skeyes und die Airlines WOW air und Fly bmi gingen letztes Jahr Pleite. Nicht zuletzt sorgte auch der Konkurs des Reiseveranstalters Thomas Cook für negative Zahlen. 

Frachtverkehr

Keinen Rekord konnte der Frachtbereich am Brussels Airport im vergangenen Jahr vermelden. Mit 667.000 Tonnen umgeschlagenen Waren und Gütern musste BruCargo 2018 einen Rückgang um 8,8 % hinnehmen, was aber durchaus im europäischen Durchschnitt liegt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

BELGA/KRAKOWSKI

Hier schnitt der Lütticher Regionalflughafen in Bierset (Foto oben) deutlich besser ab, denn dort konnte ein Zuwachs im Frachtverkehr um 3,6 % registriert werden. Insgesamt wurden am Liège Airport 902.480 Tonnen Waren und Güter umgeschlagen. 2018 waren dies noch 870.644 Tonnen. Ab 2020 werden am Liège Airport umfangreiche Arbeiten und Projekte eingeleitet, die den Flughafen noch weiter bringen sollen.  

Gute Zahlen im Bereich der Häfen

Entgegen den Erwartungen einiger Beobachter beendete der flämisch-niederländische Fusionshafen North Sea Ports, zu dem der Seehafen Gent und die niederländischen Häfen von Terneuzen und Vlissingen gehören, sein Geschäftsjahr 2019 mit einer Umschlagsmenge von rund 71 Mio. Tonnen Waren und Gütern. Das entspricht einem Anstieg um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Ein Teil dieses Erfolgs ist eine Folge von steigenden Exportzahlen, denn in diesem Bereich generierte North Sea Ports einen Zuwachs um 10 %. Die drei Einzelhäfen schlagen besonders viel Massengüter um, Ladungen, die auch Bulk-Ware genannt werden. Doch der Fusionshafen spielt auch eine wichtige Rolle im Umladen von Containern zwischen der Seefahrt und der Binnenschifffahrt. 

Die Klassiker: Zeebrügge und Antwerpen

Am Rande des Neujahrsempfangs der „Gesellschaft des Seehafens von Brügge“ (MBZ), bei dem der langjährige Hafenchef Joachim Coens verabschiedet wurde, der inzwischen Parteivorsitzender der flämischen Christdemokraten CD&V geworden ist, wurde bekannt, dass dort ein Warenumschlags-Zuwachs um 12 % realisiert werden konnte. Zwar ist dieses Ergebnis noch nicht endgültig gesichert, doch es könnte sich auch in Zeebrügge (Foto unten) wieder um einen neuen Rekord handeln.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Antwerpen gab erste Resultate schon kurz vor Weihnachten bekannt. Demnach wird der Antwerpener Hafen (Foto unten) 2019 voraussichtlich mit einem Wachstum um 1,3 % abschließen. Der Gesamtumschlag beläuft sich hier um rund 238 Mio. Tonnen Waren und Gütern.

Im Stückgutbereich gingen die Zahlen etwas zurück, was vor allem am Stahl liegt. Das ist eine direkte Folge der amerikanischen Importsteuern für Stahlprodukte aus der EU. Leicht rückgängig war 2019 auch der Umschlag von Flüssiggütern (Lebensmittel, Ölprodukte, chemische Produkte). Aber, in Antwerpen boomt weiter der Containerumschlag, der mit einem Plus über 6,2 % wieder rekordverdächtig war. 

BELGA/WAEM