vlnr: Konservator und Bouts-Experte Peter Carpreau, Bürgermeister Mohamed Ridouani, Kulturschöffin Denise Vandevoort und Museumsdirektor Peter Bary

Löwen und das Museum M erwerben ein Bouts-Werk aus dem 15. Jahrhundert

Die Stadt Löwen in Flämisch-Brabant und das dort ansässige Museum M haben gemeinsam ein Werk des flämischen Malers Dieric Bouts erworben. Dieses Gemälde stammt aus dem 15. Jahrhundert und wird ab Ende Februar um Museum M zu sehen sein. Die Universitätsstadt ließ sich dieses Werk 126.000 € kosten.

Bei dem Werk handelt es sich um das Gemälde „Man van smarten“ (zu Deutsch etwa „Besorgter Mann“) von Dieric Bouts. Löwens Kulturschöffin Denise Vandervoort (SP.A) ist stolz darauf, dass ihre Stadt mit diesem Ankauf einen weiteren echten Bouts besitzt: 

„Das Werk datiert aus dem Jahr 1470. Das war innerhalb einer Periode, in der er hier in Löwen lebte und arbeitete und er hat auch hier an diesem Bild gemalt. Es handelt sich dabei um ein typisches Leidensgesicht von Christus. Das Bild wird eines der Prunkstücke unserer ständigen Ausstellung. Wir haben es bei Christie’s in New York für 140.000 Dollar, etwa 126.000 € kaufen können.“

Löwen will mit diesem Ankauf unterstreichen, dass die Stadt einstmals die Heimatstadt von Dieric Bouts war. Der Maler war übrigens ein Zeitgenosse von Rogier Vanderweyden und von Jan Van Eyck.

Im Museum M in Löwen laufen derzeit noch einige besonders interessante Ausstellungen. Darunter sind z.B. „Borman en Zonen“ über die Bildhauerfamilie Jan II Borman, die im frühen 16. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Stadt spielte und auch die Ausstellung „Die Sprache des Körpers“, in der historische und zeitgenössische Kunstwerke aus der eigenen Sammlung einander gegenübergestellt werden, bei denen der menschliche Körper im Mittelpunkt steht.

Info: www.mleuven.be