Mit 10 Messerstichen verletzter De Lijn-Busfahrer beendet noch gesamte Fahrt

Ein Busfahrer von De Lijn wurde am gestrigen Donnerstagabend mit einem Messer angegriffen und hat seine Fahrt doch noch beendet. Erst als er im Depot ankam, ließ er den Notdienst rufen. Die Verletzungen sind laut den Ärzten lebensbedrohlich. Die Staatsanwaltschaft in Antwerpen hat ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet.

Die Tour des Fahrers führte von Boom nach Lier, in der Provinz Antwerpen. Da er dem Zeitplan voraus war, stieg er am Bahnhof Kontich aus, um eine Zigarette zu rauchen. Dort wurde er von einem Mann angegriffen, der mit einem Messer auf ihn einstach und danach sofort floh.

Der Fahrer habe dann noch seine Fahrt beendet, sagt Christel Minne von der Staatsanwaltschaft Antwerpen. "Er könnte unter Schock gestanden haben. Erst im Depot in Tisselt (Willebroek) merkte er, dass er Stichwunden erlitten hatte, woraufhin seine Kollegen den Rettungsdienst anriefen. Er wurde ins UZ Antwerpen gebracht und dort wurde festgestellt, dass er 10 Stichwunden am Hals, am rechten Oberschenkel und an den Armen hatte. Die Verletzungen seien laut den Ärzten lebensbedrohlich.

Über den Täter und sein Motiv ist vorerst nichts bekannt. "Im Moment ist noch unklar, was genau passiert ist. Es gibt noch keine Hinweise darauf, wer der Täter sein könnte. Er ist immer noch auf der Flucht."

Die Untersuchung des Mordversuchs ist noch nicht abgeschlossen. Der Bus wurde nach Hinweisen durchsucht und der Fahrer und eventuelle Zeugen werden befragt. "Wir prüfen auch, ob es Videoaufnahmen von dem Vorfall gibt", sagt Minne, "und in diesem Fall werden sie sicher heute noch untersucht".