Ladestationen-Betreiber Allego baut weitere 1.300 E-Ladepunkte in Flandern

Der belgische Netzbetreiber Fluvius hat Allego mit der Installation von 1.300 zusätzlichen Ladepunkten in Flandern beauftragt. Es handelt sich um die vierte und letzte Konzession im Rahmen des flämischen Aktionsplans CPT (Clean Power for Transport).

Allego betreibt zahlreiche Ladestationen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Das Unternehmen baut mit Ultra-E unter anderem ein eigenes Netz an High-Power-Chargern auf.

Mit dem CPT-Programm forciert die flämischen Regierung den Ausbau der Elektromobilität im Norden Belgiens. Teil des Plans ist die bis Ende 2020 avisierte Errichtung von 5.000 öffentlichen Ladepunkten in mehr als 300 flämischen Gemeinden sowie die Installation von 400 privaten Ladestationen an Wohngebäuden.

Allego, eigenen Angaben zufolge größter Anbieter von öffentlicher Ladeinfrastruktur in Belgien, hat bereits die drei früheren Konzessionen im Rahmen des Aktionsplans gewonnen – u.a. im März 2017. Seitdem hat sich viel getan. Allego gibt an, zwischenzeitlich mehr als 3.000 öffentliche Ladepunkte platziert zu haben. Mit dem neuen Auftrag wird der Ladeinfrastruktur-Spezialist am Ende also 4.300 der 5.000 öffentlichen Ladepunkte errichtet haben.

Darauf ist Harold Langenberg, Allego-Geschäftsführer für die Benelux-Länder, stolz. Allerdings verbindet er das Lob auf die Infrastrukturoffensive mit Kritik an der politischen Führung in Flandern und Brüssel: „Während viele umliegende Länder ihre Ambitionen zum weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und zur Einführung von Kaufprämien für E-Fahrzeuge verstärken, agieren Flandern und Brüssel weniger aktiv. Das bereitet uns Sorgen. Wir fordern die flämischen Politiker auf, so bald wie möglich gemeinsam mit der Wirtschaft ein Follow-up des CPT-Programms auf den Weg zu bringen.“ (Quelle: electrive.net)