In Gent läuft ab dem 1. Februar bis zum 30. April die größte Van Eyck-Ausstellung aller Zeiten

Flandern im Kunstrausch: Das belgische Bundesland würdigt seine großen Maler des 15. bis 17. Jahrhunderts mit drei großen Themenjahren, in denen die altniederländische Malerei, Renaissance und Barock im Rampenlicht stehen.  2020 steht im Zeichen von Jan Van Eyck: Eine optische Revolution.

Nach Peter Paul Rubens (2018) und Pieter Bruegel dem Älteren (2019) wird die Trilogie „Flämische Meister“ 2020 mit Jan van Eyck (ca. 1390–1441) abgeschlossen, dem Erneuerer des 15. Jahrhunderts. Im Zentrum des Programms: die Stadt Gent und der Genter Altar, das Meisterwerk und Welterbe in der St.-Bavo-Kathedrale. Der Altar ist aufwendig restauriert worden.

Vom 1. Februar bis 30. April wird das Museum für Schöne Künste in Gent den flämischen Künstler, dessen Ruhm schon zu Lebzeiten bis nach Italien reichte, mit der Ausstellung „Van Eyck. Eine optische Revolution“ ehren. Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit zahlreichen Konzerten, Theateraufführungen und Installationen. Auch Brügge, die Stadt, in der van Eyck von 1432 bis zu seinem Tod lebte, ehrt den Meister.

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Image courtesy of LUKAS - ART IN FLANDERS vzw

Ein wesentlicher Teil der zwanzig erhaltenen Van Eyck Werke wird gezeigt

Nie zuvor waren so viele Meisterwerke van Eycks an einem Platz versammelt. Nur rund 20 Gemälde werden von Experten als eigenhändig anerkannt. Zu bewundern ist auch van Eycks um 1434/36 entstandene „Verkündigung“, die zu den bedeutendsten Schätzen der National Gallery in Washington zählt.

Sein Meisterwerk ist die „Anbetung des Lamm Gottes“ in der St.-Bavo-Kathedrale in Gent.

Jan van Eyck (ca. 1390-1441) war Hofmaler Philipps des Guten, des Herzogs von Burgund. Er war einer der ersten Maler, die sich selbst eine künstlerische Identität gaben. Er signierte seine Gemälde und hatte sogar einen eigenen Wahlspruch: „als ich can“, also etwa „so gut ich kann“.

Der extravagante Herzog von Burgund und seine Gesellschaft umgaben sich mit den besten Künstlern. Gleichzeitig florierten die flämischen Handelsstädte Gent und Brügge. Reiche Kaufleute und Politiker nahmen sich den Glanz des Hofes zum Vorbild und umgaben sich selbst gern mit edlen Produkten. Das war das kreative Umfeld Jan van Eycks, zwischen Hof und Stadt, zwischen Kunst und Handwerk.

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Die Ausstellung bietet auch einen einzigartigen Blick auf die Niederlande und Flandern im Spätmittelalter als kreatives Umfeld für Künstler und Handwerker. Tauchen Sie ein in das luxuriöse Leben am Hof von Philipp dem Guten, Herzog von Burgund und in die dynamische Stadtkultur, in der sich Van Eyck als Künstler, aber auch als Berater und Diplomat bewegte. Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Wandteppiche und Miniaturen von Zeitgenossen aus Westeuropa und Italien veranschaulichen das galante ästhetische Gefühl und den kulturellen Reichtum dieser Zeit.

Der Höhepunkt der spätmittelalterlichen Kunst

Van Eyck überragte seine Zeitgenossen und entfesselte mit seiner Kunst eine optische Revolution. Mit seiner unvergleichlichen Technik und Beobachtungsgabe schuf er in der Ölmalerei eine bis dahin unbekannte neue Qualität und war er richtungsweisend für die Malerei. Sein Meisterwerk ist die „Anbetung des Lamm Gottes“ (St.-Bavo-Kathedrale in Gent), ein Auftragswerk des Genter Schöffen Joos Vijd, das er nach dem Tod seines Bruders Hubert van Eyck im Jahr 1432 zu Ende führte.

Tauchen Sie ein in das luxuriöse Leben am Hof von Philipp dem Guten, Herzog von Burgund und in die dynamische flämische Stadtkultur des Spätmittelalters.

Zentrales Thema der Ausstellung ist die vom Königlichen Institut für das Kunsterbe (KIK) durchgeführte und im Jahr 2012 begonnene Restaurierung der Außentafeln „Der Anbetung des Lamm Gottes“ im MSK. In direkter Zwiesprache mit anderen Kunstwerken von Van Eyck können die Besucher das spektakuläre Ergebnis der restaurierten Außentafeln aus nächster Nähe bestaunen. Das wird zu einer Neubewertung seiner Kunst und des historischen Kontexts führen, in dem seine Kunstwerke entstanden sind.

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