Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.

Belgiens Generalkonsulat in Lubumbashi ist nach zwei Jahren wieder geöffnet

Das Generalkonsulat in der kongolesischen Stadt Lubumbashi war nach einem schweren diplomatischen Disput zwischen Belgien und seiner ehemaligen Kolonie vor zwei Jahren geschlossen worden. Grund dafür war deutliche Kritik aus Belgien zum Ausbleiben von angekündigten Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo. Solche Wahlen fanden dann doch statt und zwar am 30. Dezember 2018. Aus diesen Wahlen ging Präsident Felix Tshisekedi (Foto) hervor.

Die Wiedereröffnung des belgischen Generalkonsulats in Lubumbashi erfolge im Rahmen der neuen bilateralen Dynamik, die sich derzeit zwischen Belgien und der Demokratischen Republik Kongo entwickele, heißt es dazu. Diese Entspannung folgte nach der Wahl von Felix Tshisekedi zum neuen kongolesischen Präsidenten. Am 27. Dezember 2019 hatte der Ministerrat der Regierung in Kinshasa beschlossen, der Wiedereröffnung des belgischen Konsulates in Lubumbashi definitiv zuzustimmen.

Lubumbashi liegt im Südosten der ehemaligen belgischen Kolonie Kongo und das Generalkonsulat steht Belgiern zu Diensten, die sich in den Provinzen Haut-Katanga, Tanganyika, Haut-Lomami und Lualaba aufhalten. Dieses Gebiet entspricht in etwa der Fläche der früheren riesig großen Provinz Katanga.

Dieses Konsulat bietet seinen belgischen Landsleuten ab sofort jeglichen diplomatischen und konsularischen Beistand, wie z.B. juristischen Beistand oder die Ausstellung von Pässen und Ausweisen. Das Konsulat von Lubumbashi ist überdies auch für das Ausstellen von Schengen-Visa zuständig und auch für die Regelung von Aufenthalten längerer Dauer.

Derzeit leitet der belgische Generalkonsul Bart Coessens die Geschicke dieser Einrichtung. Coessens war bisher im diplomatischen Dienst in der belgischen Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia tätig.