Kinderbekleidung: Orchestra-Prémaman schließt 34 Filialen in Belgien

Die französische Ladenkette für Baby- und Kindermode Orchestra-Prémaman wird 34 ihrer 53 Geschäfte in Belgien schließen. Nur 19 eher rentable Filialen sollen bestehen bleiben. Rund 200 der insgesamt 400 Mitarbeiter der Kette müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. Orchestra-Prémaman gab diese Entscheidung am Mittwoch bekannt. Das Unternehmen steckt schon länger in finanziellen Schwierigkeiten und genießt derzeit bereits Gläubigerschutz. 

Orchestra-Prémaman wird in Flandern ab Mai fast voll und ganz vom Markt verschwinden und auch die einzige Filiale in Ostbelgien in Eupen wird dichtgemacht. In Brüssel sind die Filialen im Shopping-Center City 2 und in Anderlecht von einer Schließung betroffen. Die Warenhauskette für Baby- und Kinderbekleidung wird sich flandernweit nur noch auf ein Outlet-Geschäft in Mechelen in der Provinz Antwerpen beschränken.

Die Schließungen sind Folge einer umfassenden Umstrukturierung bei Orchestra-Prémaman. Das Unternehmen steckt in finanziellen Schwierigkeiten und steht seit einigen Monaten unter Gläubigerschutz. Das Unternehmen wurde 1995 in Frankreich unter dem Namen Prémaman gegründet.

Bereits im November hatte das Unternehmen bereits die Schließung von 12 belgischen Filialen angekündigt, was 55 Entlassungen zufolge gehabt hätte. „Ziel von Orchestra-Prémaman ist, die 19 Geschäfte in Belgien zu erhalten, die weitgehend profitabel sind.“, sagte Mathieu Hamelle, der für Belgien zuständige Manager von Orchestra-Prémaman gegenüber VRT NWS.

Das Unternehmen versucht aber noch, einen Teil der zu schließenden Geschäfte und des dort beschäftigten Personals anderen Betreibern schmackhaft zu machen, z.B. in Form von Franchise oder unter anderem Namen in anderer Form. Gewerkschaften und Direktion sollen sich Ende des Monats zu Sozialgesprächen an einen Tisch setzen.