Antwerpen rüstet Beamte der Lokalpolizei mit Bodycams aus

Die Beamten der lokalen Polizei in Antwerpen tragen in Zukunft wenn sie auf Streife gehen Bodycams. Mit diesen an den Uniformen angebrachten Minikameras können Einsätze aufgezeichnet werden, was bei der Klärung von bestimmten Sachverhalten, z.B. bei Gewaltanwendung hilfreich sein kann und soll.

Den Einsatz von Bodycams durch die Polizei regelt ein entsprechendes belgisches Bundesgesetz aus dem Jahr 2018. Von Fall zu Fall werden solche Minikameras durch Polizisten im Einsatz bereits getragen und genutzt, was aber (noch) nicht in allen Polizeizonen des Landes geschieht.

Solche Bodycams sollen dabei helfen, Sachverhalte im Zuge von Polizeieinsätzen aufklären zu können. Nicht selten kursieren Handyvideos in den sozialen Netzwerken, in denen sich die Polizei falschen Beschuldigungen ausgesetzt sieht. Oft ist gegen solche von Privatpersonen aufgenommenen Filme nicht mehr viel zu unternehmen, auch wenn diese aus dem Kontext gezogen wurden.

Unter anderem dieser Entwicklung sollen mit Bodycams aufgezeichnete Polizeieinsätze entgegenwirken. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) fordert den Einsatz von Bodycams für die Polizei bereits seit langem. Dass diese Minikameras in seiner Stadt jetzt breitgefächert eingesetzt werden, begrüßte der flämische Nationaldemokrat ausdrücklich.

Polizisten, die mit Bodycams ausgerüstet sind, müssen angeben, dass ihr Einsatz aufgezeichnet wird. Nicht selten verändert dieser Hinweis das Verhalten von Personen, die Polizisten gegenüberstehen und auf diese Weise kann auch der Einsatz von Gewalt auf beiden Seiten verhindert werden.