Verteilen von Flyern oder sich an Autos kleben: Extinction Rebellion mit Protestaktionen beim Automobilsalon

Am vorletzten Tag des Brüsseler Autosalons ging die radikale Klimaorganisation Extinction Rebellion gegen die so genannte "Lügenmesse", wie sie den Autosalon nennt, vor. Die Aktivisten verteilten Flyer, hielten Reden und warfen sich vor Autos. Einige von ihnen klebten sich an ein Elektroauto. Etwa 100 Aktivisten wurden verhaftet.

“Der Autosalon ist die größte Werbetrommel für die Autoindustrie, er zieht eine halbe Million Besucher an, ein Drittel der jährlich abgesetzten Autos wird dort verkauft", sagte der Sprecher Sébastien Hendrickx von Extinction Rebellion im VRT-Radio am Morgen. "Die Veranstalter haben auch die Messe neu beworben: es heißt nicht mehr ‘Auto Motorrad von‘, sondern ‘Auto Motorrad Mobilität‘. Sie geben sich als Mitdenker der neuen Mobilität. Wir finden diese Behauptung unglaubwürdig. Daher: der Lügensalon."

Und die Besucher ?

Die Besucher der Automesse blickten etwas entgeistert, manchmal gar grimmig drein, denn die radikalen Klimaaktivisten waren mit ihren Aktionen am Samstag irgendwie überall auf der Messe vertreten. Sie hatten sich unter die Besucher gemischt und viele kleine Aktionen durchgeführt. Die massenhaft anwesende Polizei führte die Aktivisten dann auch direkt ab.

Extinction Rebellion zufolge seien inzwischen schon 100 Aktivisten festgenommen worden.

Einige Aktivisten waren in Autos gestiegen und hatten Reden gehalten, andere hatten mit Lippenstift Botschaften auf die Fensterscheiben geschmiert oder sich an die Lenkräder von Autos angekettet. Bei Peugeot wurden einige Autos sogar mit Kunstblut beschmiert.

Um 16 Uhr wollte Extinction Rebellion eine große Abschlussaktion durchführen.

Auf dem Parkplatz C auf dem Gelände draußen, wurden auch falsche Strafzettel hinter die Scheibenwischer der parkenden Autos gesteckt. Auf diesen war eine Anti-Auto-Meldung zu lesen.

Mit den vielen Aktionen wolle die radikale Klimagruppe die – wie sie sagt - Lügen der Autoindustrie anprangern.