Belgiens Außenminister betont auf IHRA-Konferenz unsere Pflicht, den Holocaust nie zu vergessen

Belgiens Außen- und Verteidigungsminister Philippe Goffin nimmt an diesem Sonntag an der Konferenz der "International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) im Brüsseler Residence Palace teil. Es ist die zweite Ministerkonferenz dieser Vereinigung, die sich mit der Erinnerung an den Holocaust und der Prävention von Völkermord beschäftigt.

Die IHRA wurde im Jahr 2000 durch die Erklärung von Stockholm gegründet und vereint 34 Mitgliedstaaten, 8 Beobachterländer und 8 internationale Organisationen. Ziel ist es, bis 2020 eine größere Verbreitung des Wissens über den Holocaust in den Schullehrplänen zu erreichen. Für eine integrative Gesellschaft ist es entscheidend, neue Generationen in Toleranz und Respekt für die Grundfreiheiten zu erziehen: Hass, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gehören nicht dazu, heißt es in einem Pressebericht des Außenministeriums.

Am Vorabend des 75. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hebt Minister Goffin die wesentliche präventive Rolle der ständigen Aufmerksamkeit für den Holocaust und der Aufklärung über die Shoah  hervor. Indem wir die Erinnerung an die Gräueltaten lebendig halten, tragen wir gemeinsam dazu bei, dass sie sich nie wiederholen.

Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA, deutsch: Internationale Allianz zum Holocaustgedenken) bringt Regierungen und Experten zusammen mit dem Ziel, die Aufklärung, Forschung und Erinnerung an den Holocaust weltweit zu fördern und die Verpflichtungen aus der Erklärung des Stockholmer Internationalen Forums zum Holocaust zu wahren.