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General Haftar bei Friedenskonferenz in Berlin

Der libysche General Khalifa Haftar ist zur libyschen Friedenskonferenz in Berlin eingetroffen. Das bestätigte ein Sprecher der selbsternannten Regierung in Tobruk gegenüber der Presseagentur dpa. Bislang war nicht klar, ob Haftar an der Konferenz teilnehmen würde. Der Führer der Regierung der nationalen Einheit (GNA) Fayez al-Serraj bestätigte Anfang der Woche seine Anwesenheit.

Haftar soll am Samstagabend aus Bengazi in die deutsche Hauptstadt gekommen sein.

In Berlin findet an diesem Sonntag eine internationale Konferenz zur Lage in Libyen statt. Ziel ist es, den kürzlich vereinbarten Waffenstillstand im Land zu konsolidieren und sicherzustellen, dass die Waffenembargos gegen Libyen konsequent eingehalten werden.

Libyen befindet sich nach der Revolution von 2011, die Diktator Muammar al-Gaddafi von der Macht vertrieben hat, im Chaos. Das ölreiche Land hat zwei rivalisierende Regierungen: die Regierung der Nationalen Einheit (GNA) in Tripolis und die andere mit Sitz in der östlichen Stadt Tobruk, die mit General Khalifa Haftar verbündet ist.

Am vergangenen Montag hat die GNA auf Initiative Russlands und der Türkei in Moskau ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, Haftar hat dies noch nicht getan.

Am Sonntag werden der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der russische Präsident Wladimir Putin, der französische Präsident Emmanuel Macron, der amerikanische Außenminister Mike Pompeo und der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel, in Berlin anwesend sein.