Ibrahim Ouassari (links) und Sundar Pichai (rechts)
Laurie Dieffembacq

Google-Chef zu Besuch in Molenbeek

Sundar Pichai, Google's CEO, hat an diesem Montag das Projekt MolenGeek im Brüsseler Stadtteil Molenbeek besucht. Er kündigte einen neuen Scheck in Höhe von 200.000 Euro für die digitale Schule des Vereins an.

Google unterstützt MolenGeek seit seiner Gründung im Jahr 2015. Bereits im Juni 2018 hatte der philanthropische Zweig von Google einen Scheck über 200.000 Euro an den Verein ausgestellt, mit dem dieser seinen Arbeitsbereich erheblich erweitern konnte.

Die am Montag angekündigte neue Beihilfe ist speziell für den Gründungsinkubator und die Ausbildungsprogramme bestimmt, die den Begünstigten mit unterschiedlichem Hintergrund Wege zur Beschäftigung bieten.

So bereitet MolenGeek aufstrebende Jungunternehmer auf ihre künftigen Aktivitäten vor. MolenGeek, übrigens ein Wortspiel aus Molenbeek und dem amerikanischen "geek" für Computerfreak, ist "ein offener Ort der Zusammenarbeit, an dem junge Leute aus Molenbeek und aus anderen Gegenden gemeinsam an einem Unternehmensprojekt arbeiten. Sie können hier ihren Traum in ein echtes Projekt verwandeln und zum Beispiel ein Unternehmen gründen und damit vielleicht in Zukunft auch Arbeitsplätze schaffen",

Die finanzielle Unterstützung wird auch für Fortschritte beim Thema künstliche Intelligenz verwendet, und zwar über ein neues sechsmonatiges Modul und ein zweites Zentrum, das sich speziell diesem Thema widmet.

Von MolenGeek's Absolventen haben 93% entweder ein Start-up gegründet oder einen Job in der digitalen Industrie gefunden, freut sich der Verband. "Mit dieser neuen Unterstützung von Google können wir der jungen Generation weiterhin eine Möglichkeit bieten, in sich selbst zu investieren", so Mitbegründer des Projekts, Ibrahim Ouassari.

Seine Geschichte ist zum Beispiel auch eine Erfolgsgeschichte, mit der man anderen jungen Leuten Mut machen kann. Ibrahim hat marokkanische Wurzeln. Er ist in Molenbeek aufgewachsen, brach die Schule mit 13 Jahren ab, hat sich danach mit kleineren Jobs durchgeschlagen. Mit 20 kaufte er sich einen Computer, entdeckte das Internet und die neuen Technologien und gründete ein Unternehmen.

"Alles ist möglich", sagte Ibrahim 2016 gegenüber unserer deutschsprachigen Webseite, als wir eine Reportage über das Projekt machten. Jetzt bekommt der Mitbegründer also erneut Unterstützung für sein Projekt durch Google.

Der Inder Sundar Pichai, 47, ist seit 2015 Googles CEO. Er steht seit Ende 2019 an der Spitze der gesamten Alphabet-Gruppe, nachdem die Mitbegründer der Suchmaschine, Sergey Brin und Larry Page, ihre Führungsposition verlassen haben.

Belga
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