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Flanderns Ministerpräsident Jambon besuchte das KZ Auschwitz

Flanderns Landeschef Jan Jambon (N-VA) hat am Dienstag das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau besucht. Anlass des Besuches ist der 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Bei seiner Ansprache warnte Jambon vor einem neuerlichen Aufkommen des Antisemitismus in Europa.

„Es gibt keine Worte dafür, was hier geschehen ist. Hier bekommt man einen Eindruck davon, wohin Fanatismus und Rassismus führen können“, so Jambon in Auschwitz-Birkenau. Es bleibe wichtig, an Gräueltaten, wie sie in diesem KZ geschehen seien, zu erinnern, „damit so etwas nie wieder geschieht.“ In Anbetracht der Tatsache, dass gerade wieder der Antisemitismus in Europa hervortrete, sei das gerade jetzt besonders wichtig, so Jan Jambon.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ist am 27. Januar 1945 von russischen Soldaten befreit worden. Hier brachten die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs etwa 1,1 Millionen Menschen um, in der Mehrzahl Juden aber auch Sinti und Roma und andere Menschen, die nicht in ihr Weltbild der Herrenmenschen passten.

Dieser 27. Januar gilt seit 2005 als weltweiter Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Derzeit halten sich auch zahlreiche Schulkinder in Auschwitz auf. Am 27. Januar selbst wird das belgische Königspaar an der offiziellen Gedenkfeier teilnehmen, die der polnische Staat organisieren wird.