Flüchtlinge wollten mit einem alten Boot England erreichen, mussten aber zurückschwimmen

Von De Panne an der belgischen Nordseeküste aus haben mehrere Flüchtlinge versucht, mit einem vergammelten Boot nach Großbritannien zu gelangen. Dieses waghalsige Unterfangen scheiterte. Die insgesamt 14 Transitmigranten kehrten schwimmend durch das eisige Meereswasser wieder zurück an den dortigen Strand. Die Polizei konnte sechs von ihnen aufgreifen. Die anderen flüchteten in die Dünen von De Panne. 

Nach Angaben des Provinzgouverneurs von Westflandern, Carl Decaluwé, wollten die Flüchtlinge mit einem vergammelten Boot von De Panne aus die britischen Inseln erreichen. Doch offenbar kenterte das Boot oder es lief voll Wasser. Deshalb schwammen die Geflüchteten, zumeist Afghanen und Iraner, wieder zurück an den Strand von De Panne. Dort kamen sie völlig unterkühlt an, wo sie Hilfe bei Anwohnern suchten. Die herbeigerufenen Hilfsdienste konnten einigen Betroffenen direkt helfen, doch 8 der 14 Transitmigranten flüchteten beim Anrücken der Polizei in die Dünen.

Die weiteren 6 Flüchtlinge kamen in Polizeigewahrsam, von wo aus sie den belgischen Einwanderungsbehörden übergeben werden. Zunächst suchte ein Hubschrauber nach eventuell noch in der See befindlichen Flüchtlingen, doch die, die die Polizei verhören konnte, gaben an, dass alle wieder an Land gekommen seien. 

Die Polizei sucht auch nach eventuellen Schleusern

Die Polizei war am Dienstag auch Stunden nach den ersten Meldungen von Anwohnern und der Küstenwache noch auf der Suche nach den 8 geflohenen Personen, unter denen sich mindestens ein Kind befinden soll. In diesen frostigen Stunden brauchen diese Leute dringend Hilfe und die Polizei will versuchen, mögliche Schleuser, die diese lebensgefährliche Überfahrt organisierten, zu schnappen.

De Panne liegt nicht weit von der französischen Grenze entfernt. Möglicherweise verschwanden die Gesuchten über die Grenze und vielleicht wurde diese Aktion sogar von Schleusern in Frankreich organisiert. In unserem Nachbarland wird in letzter Zeit verschärft nach Flüchtlingen gesucht, die mithilfe von Menschenschmugglern versuchen, über den Ärmelkanal auf die britischen Inseln zu gelangen.