Michele D'Ottavio

Nach Hackerangriff: Bei Picanol kann wieder produziert werden

Die Webereien und die Herstellung von Textilmaschinen bei Picanol im westflämischen Ypern können langsam wieder produzieren. Als erster Bereich nahm die Gießerei am Montag wieder ihre Arbeit erfolgreich auf. Picanol war rund 10 Tage lang vollständig außer Gefecht gesetzt, weil Cyberkriminelle die Systeme des Unternehmens blockiert hatten.

Picanol war zunächst auf eine Forderung der Cyberkriminellen, Lösegeld in Form einer virtuellen Währung für die Freigabe der Systeme zu zahlen, nicht eingegangen und meldete den Vorgang der Polizei. Doch es dauerte über eine Woche, bis die Probleme auf IT-technischer Ebene nach und nach gelöst werden konnten. 

Nach der Gießerei werden nach und nach auch die anderen Produktionsbereiche wieder hochgefahren. Doch nach Unternehmensangaben wird dies noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Diese Cyberattacke hatte weitgehende Folgen für das Unternehmen. Die 1.500 Mitarbeiter am Standort Ypern sind technisch Arbeitslos und werden nach und nach je nach Abteilung, die ihre Arbeit wieder aufnehmen kann, angerufen, um wieder aktiv werden zu können.

Zudem sind von dem Problem auch Werke des Unternehmens u.a. in China und in Rumänien betroffen. Nicht zuletzt wurde der Handel mit Aktien an der Brüsseler Euronext-Börse für die Dauer des Problems ausgesetzt.