Belgien in Davos: "Wir sind loyal, flexibel und kompetent"

Belgien hat sich am ersten Tag des Weltwirtschaftsgipfels im schweizerischen Davos mit einem „Belgian Power“-Empfang vorgestellt, um dort für sich selbst zu werben. Ziel eines solchen Empfangs ist, Netzwerke auszubauen und internationale Investoren anzuziehen. Bei dem Empfang waren neben dem belgischen Königspaar, Premierministerin Wilmès und Vertreter der geschäftsführenden belgischen Bundesregierung zugegen, sowie führende belgische Unternehmer und potentielle internationale Investoren.

Bei ihrer Ansprache vor den Gästen dieses „Belgian Power“-Empfangs sagte Premierministerin Sophie Wilmès (MR), dass unser Land „loyal, flexibel und kompetent“ sei und über ein hohes Kapital an bestens ausgebildeten Menschen verfüge: „Belgien steht vor großen Herausforderungen, doch wir sind uns dessen im Klaren und wir sind offen dafür.“ Auch wenn Belgien derzeit keine reguläre Bundesregierung habe (eine vernünftige Regierungsbildung lässt seit dem Parlamentswahlen im Mai 2019 auf sich warten (Red.)), stehe die Türe für alle Unternehmen jederzeit offen.

Belgien steht vor großen Herausforderungen, doch wir sind uns dessen im Klaren und wir sind offen dafür.“

Premierministerin Sophie Wilmès

Am Rande dieses Treffens sagte Premierministerin Wilmès, dass der erste Tag des Weltwirtschaftsgipfels aus ihrer Sicht sehr erfolgreich war: „Die Magie von Davos ist die, dass alle Treffen und Begegnungen hier sehr unterschiedlich sind.“. Die frankophone Liberale ist der Ansicht, dass die „starken Gemeinsamkeiten zwischen privaten und öffentlichen Investitionen weiter gefördert werden müssen, was ein jährliches Zusammenkommen, wie diese hier in Davos ermöglicht.“

Die Botschaft von Davos geht viel weiter, als die Karikatur, die davon gemacht wird. Es geht hier nicht nur um die Wirtschaft. Wir lassen hier erkennen, dass Unternehmen auch soziale und ökologische Verantwortung tragen und übernehmen.“

Vize-Premier Alexander De Croo

Auch Belgiens geschäftsführender Finanzminister, Vize-Premier Alexander De Croo von den flämischen Liberalen Open VLD, zeigte sich zufrieden und wies darauf hin, dass die Tatsache, dass alle Staatsoberhäupter und alle führenden Wirtschaftsvertreter an einem Ort zusammenkommen, Zeit und Geld spare: „Wenn sich jeder mit jedem einzeln treffen müsste, würde dies Monate lang dauern, während hier einfach jeder ist. Die Botschaft von Davos geht viel weiter, als die Karikatur, die davon gemacht wird. Es geht hier nicht nur um die Wirtschaft. Wir lassen hier erkennen, dass Unternehmen auch soziale und ökologische Verantwortung tragen und übernehmen.“

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