Die belgische Armee braucht Nachfolger für ihre veralteten Lastwagen

Die LKW vom Typ Volvo N10 und Mercedes Unimog (Foto) der belgischen Armee sind in die Jahre gekommen und sollen jetzt ersetzt werden. Jetzt will die Truppe rund 900 neue Lastwagen anschaffen. Die meisten davon sollen leichtere Fahrzeuge sein, dem Unimog ähnlich, und ein kleinerer Teil sollte schwerere Lastwagentypen entsprechen. Die scheidende belgische Bundesregierung gab der Armee jetzt grünes Licht, eine entsprechende Ausschreibung herauszugeben.

Um die alten Volvos und Unimogs zu ersetzen, will die belgische Armee insgesamt 879 neue Fahrzeuge ausschreiben. 636 Fahrzeuge davon sollen leichtere 4x4-Allrad-Lastwagen werden, um den treuen Unimog zu ersetzen und die veralteten Volvo-LKW werden durch 243 neuere Lastwagen abgelöst, die einer allradangetriebenen 8x8-Formel entsprechen sollten.

Die Mercedes Unimog und die Volvo N10 wurden in den 1990er Jahren angeschafft. Derzeit verfügt die belgische Armee über insgesamt 1.189 Lastwagen unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Verwendung. Diese sollen größtenteils verkauft werden. Nur einige wenige Fahrzeuge sollen für Ausbildungsaufgaben behalten werden.

Inzwischen, so verlautete aus Armeekreisen gegenüber VRT NWS, wird die Beschaffung von Ersatzteilen für die in die Jahre kommenden Volvos und Unimogs immer schwieriger. Ein weiterer Nachteil sei inzwischen die Tatsache, dass so gut wie keiner der vorhandenen Armee-LKW überhaupt gepanzert ist.

In der Ausschreibung für neue Lastwagen werden Fahrzeuge gesucht, die kugelsicher sind und die Landminen standhalten können, so ein Armeesprecher. Insgesamt sollen rund 350 der benötigten 879 Lastwagen über eine Panzerung gegen Beschuss und Minen verfügen.

Die Armeeführung unterstreicht, dass die geschäftsführende belgische Bundesregierung bisher lediglich einer Ausschreibung für neue Lastwagen zugestimmt habe. Dies bedeute nicht gleich, dass diese auch schon angekauft werden dürfen. Ein Budget hat die Regierung dazu noch nicht freigemacht.