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Flanderns Städte und Gemeinden investieren deutlich mehr in die Kultur

Die Städte und Gemeinden in Flandern investieren dieses Jahr deutlich mehr Geld in die Kultur, als bisher. Landesinnenminister Bart Somers (Open VLD) bestätigte dies anhand von Zahlen, die aus den Kommunen kommen. Dabei handelt es sich um einen Anstieg um 16 % gegenüber 2018. Ob dies die massiven Einsparungen von Seiten der flämischen Landesregierung im Kulturbereich kompensieren kann, ist eine andere Frage. 

Nach Angaben von Landesinnenminister Bart Somers (Foto unten) von den flämischen Liberalen Open VLD, der auch für die Geschicke in den Städten und Gemeinden zuständig ist, fließen von kommunaler Seite her in diesem Jahr rund 900 Mio. € in den Kulturbereich. 600 Mio. € davon werden in die kulturelle Infrastruktur investiert, z.B. in den Bau oder in die Renovierung von Bibliotheken, Kinos oder Veranstaltungssälen.

Weitere 300 Mio. € Mittel aus den kommunalen Kassen gehen direkt an Kulturinitiativen, z.B. zur Finanzierung von Projekten in Theatern oder von Musikgruppen und -ensembles. In den Kommunen heißt es dazu, dass sich Investitionen in die Kultur lohen, weil sie für Innovation sorgen, Menschen zusammenbringen und weil dies auch auf lokaler Ebene für Konsum und Wachstum sorgt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Bart Somers

Die flämische Landesregierung investiert ihrerseits deutlich mehr Geld in die Arbeit der Städte und Gemeinden. Landesinnenminister Bart Somers ist der Überzeugung, dass dieses Geld gerade dort sinnvoll ausgegeben wird: „Die Kommunen setzen über Projektzuschüsse auch mehr auf Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen und sie geben hiesigen renommierten Gesellschaften, die internationales Renommee genießen, zusätzliches Geld.“

Dass es auf flämischer Landesebene gleichzeitig drastische Einschnitte in der Bezuschussung der Kulturarbeit gebe, hat laut Somers nichts mit der Entwicklung auf lokaler Ebene zu tun: „Ich halte das nicht für Kompensation, doch es ist eine Tatsache, dass Städte und Gemeinden auch über Projektzuschüsse zusätzliche Anstrengungen im Hinblick auf die Kulturschaffenden leisten.“