Streiks in belgischen Haftvollzugsanstalten: Lage entspannt sich

In den Gefängnissen Belgiens hat sich die Lage nach den Streiks gegen die geplante Einführung einer Mindestdienstleistungspflicht der letzten zwei Tage normalisiert. Nur in den Haftanstalten im Brüsseler Stadtteil Sint-Gillis und in der flämischen  Universitätsstadt Leuven (dt.: Löwen) ist noch ein Teil des Wachpersonals weiter im Ausstand.

Am vergangen Mittwochabend hatten die Gewerkschaften zum Protest gegen die geplante Einführung einer Mindestdienstleistungspflicht in den Gefängnissen während Streiks aufgerufen. Das bedeutet, dass während eines Arbeitsausstands doch genügend Personal im Einsatz bleiben muss, um den Gefängnisbetrieb zu garantieren.

Zuvor hatte der christdemokratische Justizminister Koen Geens nach mehreren ergebnislosen Verhandlungsrunden mit den Gewerkschaften angekündigt, er werde im Alleingang entscheiden. Damit wollen sich die Arbeitnehmervertreter aber nicht abfinden.