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Flanderns Innenminister will Kommunen besser vor Hackern schützen

Der liberale flämische Innenminister Bart Somers (Open VLD) will die Kommunen besser vor Hackern schützen. Am Freitagabend war die Gemeinde Willebroek (Provinz Antwerpen) einem Cyber-Angriff zum Opfer gefallen.

 In Willebroek sind viele kommunale Dienste aufgrund eines Cyber-Angriffs ausgefallen. Die Täter erpressen die Gemeinde und verlangen eine Zahlung in Bitmünzen. Auch der westflämische Webmaschinenhersteller Picanol war vor zwei Wochen Opfer von Hackern geworden.

Laut Minister Somers sollte mehr für die Informations- und Cybersicherheit getan werden. Die lokalen Behörden müssen sich besser gegen kriminelle Hacker wappnen können. Für den Minister sollte dies zu einer der Prioritäten werden. "Jeder, der heute online aktiv ist, kann Opfer eines Cyber-Angriffs werden. Es ist daher wichtig, dass wir uns mehr auf den Schutz und die Sicherung unserer digitalen Systeme konzentrieren. Die Kommunalverwaltungen sind am bürgernächsten und organisieren alle Arten von Dienstleistungen. Wir haben also jedes Interesse daran, dass ihnen ein robustes und sicheres IT-System zur Verfügung steht", so der Minister.

Eine von Audit Flandern - der Agentur, die die flämische Regierung und die lokalen Behörden kontrolliert - durchgeführte Prüfung zeigt, dass bei 24 der 28 analysierten Behörden eingesetzte ethische Hacker die Kontrolle über die gesamte IT-Umgebung oder die wichtigsten Teile davon erlangen konnten.

Die Information, Unterstützung und Sensibilisierung von Städten und Gemeinden, sich besser vor Hackern zu schützen, wird zur Priorität innerhalb von Audit Flandern. So wird beispielsweise ein Fahrplan mit Sicherheitsmaßnahmen und -verfahren vorgelegt. Der Minister will alle Akteure zu diesem Zweck einberufen.

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