DNA-Test bestätigt, dass König Albert der leibliche Vater von Delphine Boël ist

Ein DNA-Test bestätigt jetzt offiziell, was eigentlich ein offenes Geheimnis ist: Ex-König Albert II. ist der leibliche Vater von Delphine Boël. Dies teilte der Anwalt von König Albert, Alain Berenboom, mit. Der Anwalt gab auch zu verstehen, dass sein Mandant nicht mehr länger auf juristischem Wege versuche, diese Vaterschaft anzuzweifeln.

Der Anwalt des Königs lässt wissen, dass die DNA-Test bestätigen, dass sein Mandant tatsächlich der leibliche Vater von Delphine Boël ist. In einer Mitteilung des Anwalts heißt es dazu: „Seine Majestät, König Albert II., hat die Resultate der DNA-Tests, die er auf Bitten des Brüsseler Berufungsgerichts abgab, zur Kenntnis genommen. Die wissenschaftlichen Feststellungen geben an, dass er der Vater von Frau Delphine Boël ist.“

Er werde zudem die Tatsache, dass er der leibliche Vater ist, nicht mehr von sich weisen: „Auch wenn juristische Argumente und Zweifel dazu bestehen, dass die Fakten einer gesetzlichen Vaterschaft nicht notwendigerweise die Wiedergabe einer biologischen Vaterschaft darstellen - und dass das angewandte Verfahren anfechtbar ist - hat König Albert beschlossen, diese nicht zu verwerfen und mit Würde und Ehre einen Punkt hinter diese sehr schmerzliche Prozedur zu setzen.“ Der Palast ließ unterdessen wissen, dass er hierzu keinen Standpunkt einnimmt.

Seit sechs Jahren ein juristischer Streit

Schon seit mehr als sechs Jahren versucht Delphine Boël auf gerichtlichem Wege feststellen zu lassen, ob Albert II., dessen königliche Immunität mit seinen Abtritt im Jahr 2013 aufgehoben wurde, ihr leiblicher Vater ist. Der schwerreiche belgische Industrielle Jacques Boël ist jedenfalls nicht ihr Vater, wie nach dem Resultat eines DNA-Tests deutlich wurde.

Delphine Boëls Mutter, Sybille de Sélys Longchamps, hat stets behauptet, dass sie zwischen 1966 und 1984 eine Affäre mit dem damaligen Prinzen Albert hatte und dass aus dieser Beziehung 1968 deren gemeinsame Tochter Delphine geboren wurde. Jacques Boël, der Ehemann von Sybille de Sélys Longchamps, hatte Delphine anerkannt und sich um sie wie ein leiblicher Vater gekümmert. Er jedoch hat sich niemals öffentlich zu diesem Thema geäußert.

König Albert II. konnte juristisch nicht mehr vermeiden, dass seine DNA in diesem Verfahren genutzt werden darf, sprich, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen kann. Lange hatte sich der belgische Ex-Monarch sogar geweigert, überhaupt eine DNA-Probe abzugeben. Doch die Androhung eines Zwangsgeldes über 5.000 € pro Tag, an dem er sich diesem Vorgang weiter verweigert, brachte ihn dazu, diesen Schritt doch zu tun.

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