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Erasmus erreicht Spitze von 10 Millionen Teilnehmern

In den letzten dreißig Jahren haben mehr als zehn Millionen Menschen an Erasmus teilgenommen. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018 des ständig wachsenden Förderprogramms der Europäischen Union hervor. Das Programm heißt inzwischen Erasmus+, vereint seit 2014 mehrere zuvor einzeln laufende Programme und fördert nicht nur - wie früher - Studenten, die eine Zeitlang im Ausland studieren möchten.

Im akademischen Jahr 2017-2018 erhielten mehr als 470.000 Studenten, Praktikanten und Hochschullehrer Stipendien, um eine Zeit lang in einem anderen europäischen Land zu studieren oder zu arbeiten. Dies ist ein neuer Rekord für das Programm.

Aus Belgien gingen 9.578 Studenten und Praktikanten und 2.080 Lehrer ins Ausland. Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich erwiesen sich als die beliebtesten Ziele für einen vorübergehenden Auslandsaufenthalt. Die belgischen Bildungseinrichtungen begrüßten wiederum 12.008 Studenten und Auszubildende und 2.100 Lehrkräfte.

Doch Erasmus ist heute viel mehr als das 1987 gegründete Studentenaustauschprogramm. Das heutige Erasmus+ hat einen größeren geografischen Geltungsbereich, bietet eine breitere Palette von Projekten und konzentriert sich auf mehr Zielgruppen. Es gibt Zuschüsse für Einzelpersonen und Organisationen. Das Programm fördert allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa.

Insgesamt hat das Programm im Jahr 2018 etwa 850.000 Menschen erreicht. Auch das Budget wurde erneut erhöht, um 10% auf 2,8 Milliarden Euro. Die Europäische Kommission beabsichtigt, das Gesamtbudget für den Zeitraum von 2021 bis 2027 im Vergleich zum aktuellen Mehrjahresbudget erneut deutlich anzuheben. Auf diese Weise will die Kommission das Programm noch integrativer und internationaler gestalten. Ob das gelingen wird, wird sich ab dem 20. Februar zeigen müssen. An diesem Tag werden die Regierungschefs in Brüssel die abschließenden Verhandlungen über den neuen Mehrjahreshaushalt ( Mehrjähriger Finanzrahmen, MFR 2021-2027) aufnehmen.