Schon bald neue Ausbildungsrichtung „Verteidigung und Sicherheit“ in der Sekundarschule?

Da fast die Hälfte des belgischen Militärpersonals in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand geht, sucht das Verteidigungsministerium eifrig nach neuen Rekruten. Um den Rückstand aufzuholen, will die Armee das Fach "Verteidigung und Sicherheit", ein neues Schulprogramm in der dritten Klasse der Sekundarstufe einführen. Der belgische Verteidigungsminister Philippe Goffin (MR) bestätigte dies gegenüber den Zeitungen von Mediahuis.

Neben den allgemeinen Fächern wird den Schülern auch das Lesen von Landkarten und Orientierungslauf beigebracht. Sport soll einen wichtigen Platz im Stundenplan einnehmen. Darüber hinaus sollen Praktika bei verschiedenen Armeeeinheiten ermöglicht werden, so dass sich die Schüler „ein gutes Bild von der Arbeit als Soldat machen" können. Eine "Kamp Waes"-Situationen ( das ist eine VRT-TV-Reality-Sendung, bei der gewöhnliche Zivilisten mehrere Tage lang die körperlichen und geistigen Anstrengungen ertragen müssen, die von Soldaten während ihrer Ausbildung für die belgischen Spezialeinheiten verlangt werden) müssten sie aber nicht fürchten, hieß es.

Das Verteidigungsministerium hofft, dass mit der neuen Ausbildungsrichtung im September 2021 begonnen werden kann. In Flandern sollen bereits fünfzehn Schulen Interesse gezeigt haben. Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) ist begeistert, obwohl "noch vieles geklärt werden muss, um das Zieldatum zu erreichen".