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Corona-Virus: Belgien fliegt Landsleute aus Wuhan aus: 14 Tage Quarantäne verordnet

Die 15 Belgier, die in den kommenden Tagen aus der chinesischen Stadt Wuhan, wo das Corona-Virus ausgebrochen ist, ausgeflogen werden, müssen zuerst für die Dauer von zwei Wochen in Quarantäne gehen, wie Bundesgesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) zu verstehen gibt. In Belgien ist bisher noch kein Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus bekannt.

In den vergangenen Tagen sind in Belgien insgesamt 19 Verdachtsfälle auf Corona-Ansteckung untersucht worden. Doch alle diese Fälle waren negativ. An diesem Freitagabend beginnt die Rückführung der Belgiern aus Wuhan, der chinesischen Metropole, in der das Virus ausgebrochen ist.

Nach ihrer Ankunft in Belgien werden diese Personen für die Dauer von zwei Wochen in Quarantäne im Militärkrankenhaus in Neder-over-Heembeek untergebracht. Sollte sich einer dieser Landsleute angesteckt haben, wird er in eine Spezialklinik eingeliefert. Das könnte z.B. das Sint-Pieters-Krankenhaus in Brüssel, das auf die Behandlung von Virus- oder Seuchenkrankheiten spezialisiert ist.

Die belgischen Gesundheitsbehörden orientieren ihre Vorgehensweise an den Richtlinien Weltgesundheitsorganisation WHO. Gesundheitsministerin De Block erinnerte daran, dass nur Personen nach Belgien repatriiert werden, die keine Krankheitssymptome aufweisen. Erkrankte Personen dürfen China laut Vorschriften dieses Landes nicht verlassen, können also auch kein Flugzeug besteigen.

Die meisten Belgier aus der chinesischen Stadt Wuhan bzw. aus der Provinz Hubei werden mit den Rückführungsflugzeugen der französischen Behörden nach Europa gebracht. Die belgische Luftwaffe holt diese in Frankreich ab, fliegt sie zum Militärflughafen von Melsbroeck und bringt die von da aus zum Militärspital in Neder-over-Heembeek.