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Schon bald provisorische Europaschule in Evere

Im nächsten Jahr wird in Brüssel eine provisorische Europäische Schule eröffnet. Der Ministerrat gab am Freitag grünes Licht dafür. Die provisorische Schule will 1.500 Schülerinnen und Schüler aufnehmen und wird in Erwartung eines permanenten Schulneubaus errichtet.

Sowohl die provisorische als auch die neue Schule werden auf dem ehemaligen NATO-Gelände in Evere im Nordosten Brüssels angesiedelt sein. Das neue permanente Gebäude soll 2.500 Schülerinnen und Schüler aufnehmen, so  Minister Koen Geens (CD&V), der u.a. für öffentliche Gebäude zuständig ist. Aktuell gibt es bereits fünf Europäische Schulen in Belgien: vier in Brüssel und eine in Mol. Diese Schule wird also die sechste Europaschule in Belgien sein. Neben Belgien beherbergen auch Deutschland, Luxemburg, die Niederlanden, Spanien und Italien Europaschulen.

Stadt ist Basis für 5.400 Diplomaten“

Minister Geens weist auf die Rolle von Brüssel innerhalb der Europäischen Union und der NATO hin. Die Stadt ist Basis für 5.400 Diplomaten und 20.000 Lobbyisten und gilt daher als die wichtigste Diplomatenstadt in Europa. "Ihr internationaler Charakter bietet nicht weniger als 121.000 Arbeitsplätze und 5 Milliarden Euro an Mehrwert für die Brüsseler Wirtschaft. Wir müssen diese Rolle auch weiterhin maximal ausfüllen. Dabei spielt das Angebot internationaler Bildung eine wichtige Rolle", so Geens.

Die Europäischen Schulen waren ursprünglich für die Kinder europäischer Beamter gedacht. Doch hin und wieder haben auch Kinder von Nichtbeamten die Möglichkeit, eine dieser Schulen zu besuchen. Es handelt sich dabei um offiziell anerkannte öffentliche Schulen, die Kindergarten-, Primar- und Sekundarschulunterricht anbieten und von einem europäischen Dachnetzwerk betrieben werden.

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