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Zwölf Belgier werden wegen Coronavirus aus Wuhan evakuiert und müssen in Quarantäne

Wegen der Coronavirus-Epidemie in China ist eine Evakuierungsmaschine auf dem Weg von Wuhan nach Belgien. An Bord sind unter anderem zwölf Belgier. Das Flugzeug wird am Sonntagabend am Brüsseler Militärflughafen in Melsbroek landen.

Von dort werden die Belgier in das Militärkrankenhaus Königin Astrid in Neder-over-Heembeek, einem Brüsseler Vorort, gebracht, wo sie zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen. So viel Zeit kann zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit vergehen. Die Quarantäne soll sicherstellen, dass die Menschen das Virus nicht nach Belgien einschleppen, erklärt Emmanuel André, Mikrobiologe an der KUL.

An Bord der Evakuierungsmaschine aus Wuhan sind auch 41 Staatsangehörige anderer europäischer Länder. Diese werden in ihre Heimat weitergeflogen.

Zum ersten Mal starb jemand außerhalb Chinas an den Folgen des Coronavirus (Foto unten). Es handelt sich um einen 44-jährigen Chinesen, der auf den Philippinen ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Die Gesamtzahl der Todesfälle ist inzwischen auf 304 gestiegen. Mehr als 14.000 Menschen wurden infiziert.

Das Virus trat erstmals im Dezember in Wuhan, der Provinzhauptstadt von Hubei, auf. Die Krankheit wurde bisher in 27 Ländern festgestellt, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Russland und Schweden. In Belgien erkrankte bisher niemand am Coronavirus.

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