Evakuierte aus China in Belgien: Nach erster Nacht in Quarantäne folgt jetzt der Abstrich

Die 9 Belgier und 3 chinesischen Familienmitglieder, die aus China repatriiert worden sind, haben ihre erste Nacht in Quarantäne verbracht. Sie müssen etwa zwei Wochen im Militärkrankenhaus von Neder-Over-Heembeek bleiben, abgeschirmt von anderen. Bislang wurden in Belgien keine Infektionen festgestellt. Die Belgier in Quarantäne werden an diesem Montagvormittag auf den Corona-Virus hin getestet.

Die zwölf aus China repatriierten Personen waren am gestrigen Sonntagabend auf dem Militärflughafen bei Brüssel in Belgien gelandet. Sie haben bereits mit Ärzten gesprochen. Doch bis zum ersten Test mussten alle jeweils in ihrem Zimmer bleiben und durften auch nicht auf den Flur hinausgehen. Das war Phase 1. An diesem Morgen wurden Speichel und Nasensekret der Evakuierten entnommen. Das wird im Laufe des Tages durch die KU Löwen untersucht. Stellt sich heraus, dass der Test negativ ist, wird Phase 2 eingeleitet. Das bedeutet, dass sich die Personen dann in einem Gemeinschaftsraum aufhalten dürfen und die Quarantäne etwas weniger streng gehandhabt wird.

Die Inkubationszeit des Corona-Virus beträgt maximal zwei Wochen, so lange wird die Quarantäne also dauern. Wenn nichts passiert, dürfen die zwölf das Krankenhaus nach dieser Zeit wieder verlassen.

Sollte eine Person doch noch krank werden, folgt eine Verlegung in das St. Peterskrankenhaus in Brüssel, wo der Patient völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist. Dies wäre eine schlechte Nachricht für die anderen Personen in Quarantäne: ihr Aufenthalt im Militärkrankenhaus wird dann um mindestens zwei Wochen, die Dauer der Inkubationszeit, verlängert.

Die Gefahr, dass sich jemand mit dem Virus angesteckt habe, sei sehr klein. Der Test soll ausschließen, dass jemand andere mit dem Virus anstecken könnte. Doch die zwölf Personen, heißt es, fühlten sich gesund. Alle seien ruhig und vor allem froh, evakuiert worden zu sein.

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