BORDIGNON V._BELGIAN DEFENSE

Erster Fall von Coronavirus in Belgien

Einer der neun Belgier, die am Sonntagabend aus der chinesischen Stadt Wuhan repatriiert wurden, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die betroffene Person ist nach Angaben der Ärzte bei guter Gesundheit und zeigt derzeit keine Krankheitssymptome. Alle neun heimgekehrten Landsleute wurden direkt nach der Landung ihres Flugzeuges im Militärkrankenhaus in Neder-Over-Heembeek (Foto) untersucht.

Daraus ergab sich die Tatsache, dass sich eine Person mit dem Coronavirus infiziert hat. Nach Ansicht des führenden belgischen Virologen Marc Van Ranst war es eine gute Idee, die aus der chinesischen Risikozone repatriierten Landsleute zunächst in Quarantäne zu setzen: „Das war deutlich eine richtige Entscheidung, diese Leute in Quarantäne zu setzen. Eine gute Idee ist auch, auch jenen, die keine Symptome aufweisen, Blutproben zu entnehmen.“

Die betroffene Person wurde am Montagabend in das Sint-Pieter-Krankenhaus in Brüssel verlegt. Dieses Krankenhaus ist eine der beiden belgischen Referenzeinrichtungen in der Seuchen- oder Virenbehandlung. 

Dies ist kein Fall, aus dem andere Fälle hervorgehen können.“

Virologe Marc Van Ranst

Der Virologe Marc Van Ranst legt Wert auf die Feststellung, dass sich die Bürger unseres Landes keine Sorgen machen müssen: „Dies ist kein positiver Befund, aus dem weitere Fälle hervorgehen. Die betroffene Person wurde isoliert und ist innerhalb einiger Tage virusfrei. Der Patient wird aber noch für 14 Tage unter Quarantäne bleiben. Danach ist die Sache vorbei.“ Die anderen acht Personen wurden ebenfalls untersucht, sind aber glücklicherweise virenfrei.

Doch auch alle anderen Personen, die aus Wuhan ausgeflogen wurden und nach Belgien zurückgekommen sind, müssen noch 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. „Wir dürfen uns wohl in einem Gemeinschaftsraum treffen, weil unsere Testergebnisse negativ waren. Wir tragen aber Mundschutzmasken und halten Abstand voneinander, um jedes noch so kleine Risiko auszuschließen“, so die flämische Journalistin Leen Vervaeke, die sich unter diesen Personen befindet per Telefon gegenüber VRT NWS.

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