Warre Schelfhout / VRT

Wegen Coronavirus: Volvo setzt die Züge zwischen Xi’an und Gent aus

Die Volvo-Gruppe hat aus Sicherheitsgründen die Güterzugverbindung aus dem chinesischen Xi’an zum belgischen Produktionsstandort Gent unterbrochen. Der Grund ist das Coronavirus. Man möchte vermeiden, dass auf diesem Wege Viren nach Europa gebracht werden. In der Gegenrichtung, sprich von Gent nach Xi’an, fahren allerdings weiter solche Züge.

Seit Mitte 2019 unterhält die Volvo-Gruppe eine direkte Güterzugverbindung zwischen der Geely-Autofabrik im chinesischen Xi’an und dem Produktionsstandort im Genter Hafen in Belgien. In beiden Richtungen werden Neuwagen und Bauteile transportiert. Diese Züge (Archivfoto oben) fahren normalerweise zweimal pro Woche und pro Richtung.

Doch als Vorsichtsmaßnahme hat die Geely-Gruppe, zu der die schwedische Automarke Volvo gehört, diese Bahnverbindung aus Richtung China unterbrochen, wie Barbara Blomme, die Sprecherin von Volvo Cars im Genter North Sea Port abgibt: „Vorläufig fahren die Züge in der Gegenrichtung, also von Gent nach China mit einem Zwischenhalt in Polen, weiter.“ In Polen hat Volvo eine Möglichkeit, Neuwagen eine Zeitlang zu lagern, falls aus irgendeinem Grund gar keiner dieser Züge mehr fahren kann.

Volvo hält sich in der Frage des Coronavirus an die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO, wie die Volvo-Sprecherin weiter dazu erklärt: „Unsere Mitarbeiter dürfen derzeit nicht nach China reisen. Alle geplanten Geschäftsreisen sind bis auf weiteres abgesagt.“ In Gent produziert Volvo weiter in vollem Umfang Neuwagen. In China soll das derzeit nur bedingt der Fall sein.