Weltkrebstag: Flanderns Krebsliga will den Krankentransport verbessern

Die flämische Krebsliga „Kom op tegen Kanker“ („Steh auf gegen Krebs“) ruft im Rahmen des Weltkrebstags dazu auf, die Krankentransporte für betroffene Patienten zu überprüfen. Diese Transporte gelten als überteuert und als den Bedürfnissen von Krebspatienten oft nicht entsprechend. KOTK ruft Betroffene dazu auf, ihre Erfahrungen diesbezüglich weiterzugeben.

Die flämische Krebsliga will die Erfahrungen von Krebspatienten im Zuge von Krankentransporten sammeln und dazu nutzen, um den Landesbehörden ein starkes Dossier vorlegen zu können. An Krebs erkrankte Patienten müssen regelmäßig in Krankenhäuser oder Kliniken gebracht werden, z.B. zu Konsultationen, zur Blutabnahme, zu Scans, zu Chemo-Therapien und ähnlichem. Doch nicht immer lässt sich eine Fahrt dahin und wieder nach Hause privat organisieren.

Dann müssen Transporte über den offiziellen Weg organisiert werden, z.B. mit einem Krankenwagen oder mit ehrenamtlich arbeitenden Fahrdiensten. Doch solche Fahrten sind mitunter sehr teuer und die Versicherungen treten in solchen Fällen nur dann ein, wenn die Patienten über eine Zusatzversicherung verfügen. Und damit werden nicht selten nicht alle entstehenden Kosten hierzulande ersetzt.

Doch das ist nach der Erfahrung von Betroffenen nicht das einzige Problem. Nicht selten lässt auch die Qualität solcher Transporte zu wünschen übrig, so die flämische Krebsliga. Das kann z.B. sein, wenn lange Fahrten zurückgelegt werden müssen und die entsprechenden Fahrzeuge den körperlichen und gesundheitlichen Nöten der zu befördernden Patienten nicht entsprechen.

„Kom op tegen Kanker“ und die flämische Patientenplattform rufen deshalb Krebspatienten im belgischen Bundesland Flandern dazu auf, ihnen ihre Erfahrungen mitzuteilen, um alle möglichen negativen und auch positiven Punkte zusammenfassen zu können. Damit soll dann der zuständige flämische Landesminister konfrontiert werden, um Lösungen finden zu können.