Dem belgischen Coronavirus-Träger geht es nach eigenen Angaben gut

Der belgische Coronavirus-Patient heißt Philip Soubry, stammt aus der Provinz Westflandern und arbeitet in China. Am Montag wurden er und acht weitere Belgier aus Wuhan ausgeflogen und in die Heimat gebracht. Doch als man ihn nach der Landung untersuchte, bekam er keine wirklich gute Nachricht. Er hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt, auch wenn er keine entsprechenden Symptome aufwies. Umgehend wurde er in die Brüsseler Sint-Pieters-Klinik (Foto) eingeliefert.

Dass der Patient keine Coronavirus-Symptome aufweist, ist ein seltenes Phänomen, sagte die Chefärztin der Klinik, Michelle Dusart gegenüber VRT NWS: „Der Patient hat eine Krankheit mit sehr wenig Symptomen und es geht im gut. Ich glaube, dass wir uns momentan wenig Sorgen machen müssen. Er hat ein Einzelzimmer mit Fernseher, er kann lesen und er kann seinen Computer nutzen. In seinem Zimmer kann er machen, was er will. Wenn er zu einer Untersuchung herauskommen muss, dann trägt er eine Mundschutzmaske, durch die andere Patienten und das Personal geschützt sind.“

VRT NWS konnte Philip Soubry telefonisch in seinem Quarantäne-Zimmer in der Brüsseler Seuchen- und Virenklinik erreichen. Er sagte, dass es ihm gut gehe, doch die Nachricht, dass er das Virus in sich trage, habe ihn schon schockiert: „Sie kamen, um mir zu sagen, dass es schlechte Nachrichten gibt und dass ich mich angesteckt habe. Dann durfte ich noch schnell duschen und musste einen Schutzanzug anziehen. Danach haben sie mich mit einem Krankenwagen hierher nach Brüssel gebracht.“

Sie kamen, um mir zu sagen, dass es schlechte Nachrichten gibt und dass ich mich angesteckt habe.“

Coronavirus-Patient Philip Soubry

In der Sint-Pieters-Klinik, eines der beiden belgischen Referenzkrankenhäuser für Virenfälle, wird sein Zustand konstant beobachtet. Wie lange er noch dort bleiben muss, hängt von den Tests ab, wie Soubry erklärte: „Sie teilten mir mit, dass ich alle zwei Tage auf das Virus getestet werde. Das wird heute wieder gemacht. Wenn ich heute und an den kommenden Tagen negativ getestet werde, ist die Quarantäne für mich vielleicht bald vorbei.“

Die acht weiteren Belgier, die am Montag aus Wuhan repatriiert wurden, halten sich weiterhin im Militärkrankenhaus in Neder-Over-Heembeek auf, wo sie ebenfalls unter Quarantäne stehen und wo sie ebenfalls fortlaufend untersucht werden. Die dazu zu untersuchenden Proben kommen jeweils aus der Nase der Patienten und werden in einem Speziallabor in Löwen untersucht. Dort wurden entsprechende Untersuchungen und Tests erst noch entwickelt, denn Standard-Untersuchungen in Sachen Coronavirus gab es bis dahin noch nicht.