Illegale Zigarettenfabrik in Ostflandern ausgehoben

Die belgischen Zollbehörden haben am Dienstag in Zele in der Provinz Ostflandern eine Bande ausgehoben, die in einem Fabrikgebäude in der Ortschaft Zigaretten und Verpackungen dafür produzierte. Auch in diesem Fall gehen Zoll und Justiz davon aus, dass die Zigaretten für den britischen Markt produziert wurden.

Zum wiederholten Male versetzte der belgische Zoll der illegalen Zigarettenfälschung in unserem Land einen schweren Schlag. Im ostflämischen Zele wurde eine Bande ausgehoben, die dort eine komplette Produktionslinie für die Herstellung von Zigaretten betrieb, sowie eine Verpackungslinie.

Bei der Razzia in Zele wurden rund 11,5 Millionen Zigaretten beschlagnahmt und etwa 22 Tonnen verschnittener Tabak. Insgesamt 11 Personen wurden festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Bei weiteren Hausdurchsuchungen in Dendermonde und Sint-Gillies-Waas (ebenfalls Ostflandern) fanden Zollbeamten und Polizisten weiteres Material zur Herstellung von illegalen Zigaretten und weitere 14 Tonnen bereits vorbereiteten Tabak.

Vermutlich war auch diese illegale Zigarettenproduktion für den britischen Markt vorgesehen, wie ähnliche Fälle in den letzten Tagen ebenfalls (wir berichteten). Wenn diese Zigaretten tatsächlich in der beschlagnahmten Menge auf den Markt gelangt wären, hätte die Bande bis zu 12 Mio. € an Steuern und Akzisen (Verbrauchersteuern) umgehen können.