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Kongolesischer Premier anlässlich des belgischen Kongobesuchs: "Neue Ära in der gemeinsamen Geschichte unserer Länder"

Der Besuch einer großen belgischen Delegation unter der Leitung von Premierministerin Sophie Wilmès in Kinshasa markiert den Beginn einer "neuen Ära in der gemeinsamen Geschichte unserer Länder". Dies sagte der kongolesische Premier Sylvestre Ilunga Ilunkamba am Donnerstagmorgen auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mehrerer kongolesischer Regierungsmitglieder mit der belgischen Premierministerin Sophie Wilmès und den Ministern Alexander De Croo und Pieter De Crem.

Premierministerin Wilmès hob in ihrer kurzen Erklärung den besonderen Platz hervor, den der Kongo in der belgischen Außenpolitik einnehme. "Während unseres Treffens haben wir die ehrgeizigen Pläne dieser Regierung gehört, ein Programm, das der gesamten Bevölkerung zugutekommen soll", sagte Wilmès. Belgien sei bereit, die Kongolesen bei diesen ehrgeizigen Plänen zu unterstützen, hieß es.

Im Kongo gibt es noch viel zu tun. Der Premier verwies u.a. auf die geplanten Reformen in den Bereichen Menschenrechte, Verbesserung des Lebens der Bürger, Geschäftsklima und Befriedung im Osten des Landes. "Wir danken der Premierministerin und ihrer Regierung für ihren Willen, unser Land in dieser Phase, in der wir wichtige sozioökonomische Reformen durchführen, zu begleiten", sagte Ilunga.

Die kongolesische Regierung befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage: Tshisekedis Koalitionspartner ist die Partei seines Vorgängers Joseph Kabila. Diese Partei hat auch das Parlament und die verschiedenen Provinzen fest im Griff, was den Handlungsspielraum des Präsidenten einschränkt. "Diese neue Regierung ist das Ergebnis eines friedlichen Machtwechsels, und wir wissen es aus unserem eigenen Land: Koalitionsregierungen sind nicht immer einfach.“ Wilmès sprach nicht von einer neuen Ära, sondern nannte diesen Besuch "eine erste Etappe einer langen, wiedergewonnenen Zusammenarbeit". Sie musste zugeben, dass ihre Regierung nur geschäftsführend sei, aber "das hindert uns nicht daran, den Boden für die nächste Regierung vorzubereiten".

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