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Belgiens Premier im Kongo: "Der Eingang zu Belgien"

Im Kongo hat die geschäftsführende belgische Premierministerin Sophie Wilmès feierlich das belgische Generalkonsulat in Lubumbashi eröffnet. Lubumbashi ist die zweitgrößte Stadt des Landes.

Der vorherige Präsident Joseph Kabila hatte das Konsulat dort vor zwei Jahren schließen lassen, nachdem die belgische Regierung die Verschiebung der Wahlen kritisiert hatte. Die Wiedereröffnung symbolisiert nun die erneuerten Beziehungen zwischen dem Kongo und Belgien. Die belgische Regierung schlägt nach den umstrittenen Wahlen und der Wahlfälschung also ein neues Kapitel auf. „Das hier ist der Eingang zu Belgien“, so Wilmès. Es sei ein Zeichen für die erneuten herzlichen Beziehungen.

Unterdessen ist bekannt geworden, dass der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi König Philippe zu den Feierlichkeiten anlässlich des 60. Jahrestages der Unabhängigkeit des Landes Ende Juni eingeladen hat. "Der Präsident sagte, der König sei eingeladen", so Wilmès. Die offizielle Einladung wurde verschickt. "Wir werden das im Juni sehen. Bis dahin wird es wahrscheinlich eine neue Regierung geben", so die Premierministerin auch noch.

Die Einladung wurde während eines Einzelgesprächs am Donnerstag Mittag ausgesprochen, als der kongolesische Präsident und die belgische Premierministerin die Erneuerung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern diskutierten. Tshisekedi hatte Belgien im vergangenen September für seinen ersten offiziellen Besuch in Europa als Präsident ausgewählt.

Ende März wird eine belgische Wirtschaftsmission Kinshasa und Lubumbashi besuchen.