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Steuerbehörde ist reichen Kunden des Prinzen Henri de Croÿ auf den Fersen

Nach der Bundesstaatsanwaltschaft hat nun auch die Steuer-Sonderinspektion (BBI) Ermittlungen gegen Hochadel, Wirtschaftsbosse und andere wohlhabende Belgier aufgenommen, die jahrelang in einem dubiosen Geldkreislauf um den belgischen Prinzen Henri de Croÿ handelten. Das schreibt die Wirtschaftszeitung De Tijd an diesem Freitag.

Dank des Netzwerks des Prinzen konnten diese belgischen Kunden Millionen auf geheimen Bankkonten in Orten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Bahamas und Puerto Rico verstecken. Das Ganze wurde von einem internationalen Netzwerk von Strohmännern organisiert, die der Fürst hinzugezogen hatte. Die Kunden konnten dann ihren verborgenen Reichtum in Belgien durch Vereinbarungen mit Geldkurieren nutzen. Die Kuriere hatten Stapel von Scheinen nach Brüssel und Genf gebracht.

Die Zeitungen L'Echo und De Tijd hatten das Netzwerk im Juni 2019 enthüllt. Die Journalisten folgten den Spuren dieser großen Vermögen, indem sie mehr als 3.100 E-Mails und andere durchgesickerte Dokumente durchsahen.

Der liberale Finanzminister Alexander De Croo (Open VLD) bestätigte, dass Analysten der Steuer-Sonderinspektion vor kurzem die im Netzwerk des Fürsten durchgesickerten Daten durchsucht haben, um Dateien über alle darauf befindlichen Steuerzahler zusammenzustellen.