foto Peter Hilz (C)

Die Qualität des Wassers in der Schelde wird wieder besser

Die Wasserqualität der Schelde ist wieder besser geworden, doch noch entspricht diese Qualität den Normen der Europäischen Union nicht. Hier ist noch immer die Rede von „schlecht“ oder „unzureichend“. Diese Regeln sind streng, doch das belgische Bundesland Flandern ist nicht der alleinige Schuldige am eher schlechten Zustand dieses Wasserlaufes.

Laut einem EU-Bericht zur Wasserqualität der Flüsse ist wie Qualität des Wassers am oberen Lauf der Schelde für den Zeitraum 2016-2018 „unzureichend“ und für den unteren Lauf „schlecht“. Und doch werde die Lage Schritt für Schritt besser, wie es dazu bei der Flämischen Wassergesellschaft heißt, doch „es gibt in der Tat noch viel zu tun.“

Im Vergleich zu den 15 Jahren vor dem Zeitraum der vorliegenden Messungen habe sich die Situation deutlich verbessert, sagte Katrien Smet von der flämischen Wasserbehörde dazu gegenüber dem VRT-Regionalsender Radio 2/Ostflandern: „Es befinden sich in der Schelde wieder Fische, doch wir entsprechen den Normen, die uns die EU auferlegt, bei weitem nicht. Für Europa müssen alle Parameter stimmen. Wenn nur ein Bereich schlecht abschneidet, dann bekommt man eine schlechte Beurteilung.“ Dies sei gerade der Fall, so Smet.

Internationaler Fluss

Das Problem der weiter zu schlechten Wasserqualität in der Schelde liege in erster Linie an der Landwirtschaft (zu hohe Nitratwerte) und an der Industrie (nur unzureichend gefilterte Abwässer), so Smet: „Doch wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Schelde ein großer Fluss ist, in den mehrere andere Wasserläufe münden. Darunter sind mehrere sehr schmutzige Flüsse aus Wallonien. Da haben wir keinen Einfluss drauf. Wasser stoppt nicht an Grenzen.“

Die Schelde ist etwa 350 km lang und entspringt in Nordfrankreich in der Ortschaft Gouy. Sie fließt über die Wallonie und über Flandern und den Südwesten der Niederlande in die Nordsee. Dabei durchfließt die Städte wie Valenciennes in Frankreich, Tournai in der Provinz Hennegau, Gent in Flandern und Vlissingen in den Niederlanden. Zudem berührt sie in der Seeschelde und der Westerschelde die Nordseehäfen von Gent, Antwerpen, Terneuzen und Vlissingen.

BELGA/WAEM

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