"Youth for Climate" ist wieder da: Erster Schulstreik des Jahres fand am Freitag statt

Am Freitag sind zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Schulkinder und Studierende in Brüssel auf die Straße gegangen, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Diese Demonstration wurde von einigen Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) unterstützt, z.B. vom WWF und von „Extinction Rebellion“.

Es mögen etwa 1.000 Jugendliche gewesen sein, die am Freitagnachmittag am ersten „Klimastreik“ des neuen Jahres teilgenommen hatten. Dabei lagen allerdings die Teilnehmerzahlen je nach Sichtweise etwas auseinander. Während die Brüsseler Polizei von rund 1.000 Demonstranten ausging, sprachen die Veranstalter von wesentlich mehr Teilnehmern. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.

Die Demonstration stand ganz im Zeichen der internationalen „Woche der Ozeane“. Die Veranstalter wiesen einmal mehr darauf hin, dass die Meere und die Ozeane auf dieser Welt den Klimawandel besonders zu spüren bekommen. Die Wassertemperaturen steigen, was z.B. für ein stärkeres Schmälzen des Eises in den arktischen Gebieten sorgt oder für die Störung von Lebensräumen der maritimen Flora und Fauna. Nicht zuletzt steht die Vermüllung der Ozeane in der Kritik.

Viele verschiedene Gruppen waren bei der Demo vertreten: Großeltern fürs Klima, Teachers for Climate, Workers for Climate, Scientists for Climate und auch Greenpeace (Foto oben) waren mit dabei.

Inzwischen zeigen sich auf Ebene von Landes- und Regionalregierungen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man mit diesen streikenden Jugendlichen umgehen soll. Flanderns neuer Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA) will nicht dulden, dass Schulkinder dem Unterricht fernbleiben, weil die Freitags für das Klima demonstrieren wollen: „Schwänzen ist schwänzen“.

Seine Amtskollegin auf frankophoner Seite, Caroline Désir (PS) hat da eine etwas andere Auffassung. Sie ist der Ansicht, dass sich Jugendliche engagieren sollen, wenn sie von etwas überzeugt sind. Auf das Schule schwänzen an sich ging sie aber konkret nicht ein.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten