Der Sturm "Ciara" und die Folgen für die Windenergie

Der Sturm „Ciara“ hat auch Auswirkungen auf die Stromproduktion in Belgien, genauer auf die Produktion von Windenergie. Wenn der Wind zu stark weht, dann schalten sich die Rotoren der einzelnen Windkraftanlagen aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Das bedeutet, dass an diesem Sonntag weniger Elektrizität aus Windkraft erzeugt werden wird.

Der belgische Stromnetzbetreiber Elia geht davon aus, dass im Laufe der Sturmzeit am Sonntag rund 1.400 MegaWatt (MW) weniger Windenergie produziert werden kann. Das ist die Strommenge, die etwa der von anderthalb Atommeilern entspricht.

Aber, so Elia-Sprecherin Marleen Vanhecke, dies bedeutet nicht, dass in Belgien gleich das Licht ausgeht. Für die allgemeine Stromversorgung in unserem Land ist das kein wirkliches Problem.

Elia geht davon aus, dass sich viele Windräder zwischen 15 Uhr 45 und 19 Uhr 45 abschalten werden. Stromlieferanten, wie die belgischen Unternehmen Engie und Luminus, werden dann wohl zusätzliche Energie aus dem Ausland importieren, was in solchen Fällen üblich ist.

Dies betrifft übrigens nur die Windkraftanlagen an Land. Die Offshore-Windparks in der Nordsee sind technisch gewappnet und arbeiten bis zu einer Windgeschwindigkeit von 140 km/h.