Armeeangehörige machen sich Sorgen um ihre Gesundheit: sie waren giftigen Dämpfen ausgesetzt

Etwa 149 belgische Soldaten haben sich über eine Hotline gemeldet, weil sie sich krank fühlen oder um ihre Gesundheit Sorgen machen. Sie waren offenbar dem giftigen Rauch von Verbrennungsgruben ausgesetzt. Dabei handelt es sich um große Müllverbrennungsstellen unter freiem Himmel, die während der Einsätze in Afghanistan und Mali gegraben wurden. Das schreibt die Zeitung De Morgen an diesem Montag.

Die Hotline wurde vor neun Monaten eingerichtet. "149 Militärangehörige haben sich seitdem gemeldet. Belgier, die in Afghanistan und Mali im Einsatz waren", gibt die Heeresgewerkschaft ACMP in einem Zwischenbericht über die Hotline bekannt. Die Soldaten, die sich bei der Hotline gemeldet haben, sind vor allem um ihre Gesundheit besorgt. 23 Menschen sind davon überzeugt, dass ihre anhaltenden medizinischen Probleme mit dem Einatmen des Rauchs aus den Verbrennungslöchern zusammenhängen.

Die Militärgewerkschaft kritisiert, dass die Militärführung noch keine konkreten Maßnahmen ergriffen habe. "Es gehen immer noch fast jede Woche Berichte ein. Wir fordern, dass die Armeeführung dies ernst nimmt", so die ACMP. Die Armeeführung verspricht nun, dem Gesundheitsrisiko von Verbrennungsgruben mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten