Orkan Ciara/Sabine: Brüsseler Feuerwehr erhielt 734 Anrufe, keine Verletzten

Die Brüsseler Feuerwehr wurde zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr Montagmorgen 734 Mal gerufen, mehr als doppelt so oft wie an einem normalen Tag, so Sprecher Walter Derieuw.

In 347 Fällen handelte es sich um einen medizinischen Notruf, und es wurde ein Krankenwagen geschickt. In den anderen 387 Fällen musste die Feuerwehr eingreifen, 321 davon standen in direktem Zusammenhang mit dem Sturm.

"72 Bäume stürzten um und 249 Mal musste interveniert werden aufgrund von Objekten, die Gefahr liefen, vom Sturm weggerissen zu werden: Dachrinnen, Blumenkästen, Fenster, Balkone, Signaleinrichtungen, Fassaden, ...", erklärte der Sprecher. "Es sind keine Anrufe mehr in der Warteschleife, aber fünf Interventionen sind noch in Arbeit."

Unterdessen haben Wetterexperten angekündigt, dass der Höhepunkt des Sturms Ciara – oder Sabine, wie er in Deutschland genannt wird – vorbei sei. Auf den Autobahnen in Belgien sind vorerst wenig Probleme signalisiert worden. Allerdings mussten 32 Züge wegen des Sturms annulliert werden, und mehrere Schulen bleiben an diesem Montag geschlossen.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h, die seit Sonntagabend auf dem gesamten belgischen Bahnnetz galt, wurde am Montag kurz vor 8 Uhr aufgehoben. Dies berichtet die NMBS am Montagmorgen. Am gestrigen Sonntagabend war die Geschwindigkeit wegen der schlechten Sichtverhältnisse für die Zugführer begrenzt worden.

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Belga
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In der Hilfszone Flämisch-Brabant-Ost gingen etwa 900 Anrufe aufgrund des Sturmwetters ein. Über die Notrufnummer 1722 meldeten sich mehr als 600 Anrufer und gut 300 Anrufe gingen direkt an die verschiedenen Feuerwehren. Dies berichten die  Rettungsdienste.

Die Namur-Gegend um die Obere Maas (flussaufwärts und flussabwärts) sowie der Fluss Chiers und seine Nebenflüsse in der Provinz Luxemburg stehen unter Hochwasser-Vorwarnung, teilte die operative Generaldirektion für Mobilität und Wasserwege am Montag mit. Diese Phase bedeutet, dass die betreffenden Flüsse in den nächsten Stunden überlaufen und örtlich begrenzte und kleinere Überschwemmungen verursachen könnten. Die starken Regenfälle der letzten Stunden werden zu einem langsamen Anstieg der Wasserstände führen, warnt die Generaldirektion.

Belgien bleibt bis Montagabend 23.00 Uhr auf Alarmstufe "gelb". Das hat das Königliche Meteorologische Institut von Belgien angekündigt. Es hat auch Böen von bis zu 90 oder 100 km/h vorhersagt.

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