Abschlussbericht zum Brand in Beringen, bei dem zwei Feuerwehrleute starben

Die Untersuchungen nach dem tödlichen Brand in einem leerstehenden Gebäude in Beringen in der Provinz Limburg im vergangenen Sommer sind abgeschlossen worden. Laut Abschlussbericht haben die Hilfs- und Rettungsdienste keinen Fehler begangen. Bei der Bekämpfung des Brandes waren am 11. August 2019 zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen und ein weiterer wurde dabei schwer verletzt. 

An diesem Tag war ein heftiges Feuer in einem leerstehenden Haus in Beringen ausgebrochen. Während der Löscharbeiten stürzte ein Teil des Gebäudes ein und einige Feuerwehrleute, die sich dort hineingewagt hatten, wurden von den herabfallenden Trümmern überrascht. 

Einer von ihnen konnte den Flammen schwerverletzt entkommen, doch zwei weitere kamen darin ums Leben. Die beiden Feuerwehrmänner kamen aus der Einheit Heusden-Zolder, eine Nachbargemeinde von Beringen im ehemaligen Bergbaugebiet in der flämischen Provinz Limburg.

Unabhängige Fachleute haben diesen tödlich geendeten Brand technisch analysiert und fanden dabei heraus, dass alle beteiligten Feuerwehreinheiten vorbildlich vorgegangen waren.

Es gab kein Fehlverhalten, so der Bericht. Die Feuerwehr war an diesem 11. August 2019 mit einem Brand in einem sehr komplexen Gebäude konfrontiert, in dem sich das Feuer sehr schnell ausbreiten konnte. Die plötzlich auftretende starke Rauchentwicklung und eben das komplexe Innere des brennenden Gebäudes sorgten dafür, dass die sich darin befindlichen Feuerwehrleute keine Chance hatten.

Empfehlungen

Die Brandexperten, die den Bericht verfasst haben, geben darin der Feuerwehr auch einige Empfehlungen. Einige davon wurden bereits in das entsprechende Regelwerk und in die Ausbildungsgrundlagen für die Feuerwehr eingearbeitet, wie z.B. die Einführung eines Codewortes zur unmittelbaren Evakuierung eines brennenden Gebäudes auch durch die Feuerwehr und hohe technische Anforderungen für die Wärmekameras der Wehren.

Anderes, wie das Anbringen von Lichtquellen an jeder Öffnung eines brennenden Gebäudes oder das permanente weitergeben des Zeitverlaufs im Zuge eines Einsatzes, der Löscharbeiten in Inneren eines brennenden Gebäudes erfordert, wurden bereits in die allgemeinen Vorschriften eingepflegt. Mittelfristig will der Dachverband der Feuerwehren im belgischen Bundesland Flandern einen permanenten Untersuchungsausschuss für Feuerwehreinsätze ins Leben rufen. 

Limburgische Hochschule übergibt dem Opfer des Feuers von Beringen einen Spendenscheck über 8.000 €

Der bei dem verheerenden Brand schwer verletzte Feuerwehrmann Arno Bazan gehörte ebenfalls zur Freiwilligen Feuerwehr von Heusden-Zolder. Bazan ist hauptberuflich Lektor an der PXL-Hochschule in der Provinz Limburg. Um ihn finanziell zu unterstützen, haben dessen Kollegen eine ganze Reihe an Aktionen organisiert, unter anderem auch einen Spendenlauf mit 400 Teilnehmern. Das dabei gespendete Geld wurde jetzt übergeben.

Die 8.000 € werden verteilt unter der Freiwilligen Feuerwehr von Heusden-Zolder, dem Freundeskreis dieser Feuerwehr und allen Betroffenen dieses Brandes. Arno Bazan, der inzwischen glücklicherweise wieder arbeiten kann, wird mit seinem Anteil entstehende Zusatzkosten im Rahmen seiner noch immer laufenden Reha finanzieren. Die PXL-Hochschule will jetzt auch versuchen, dem Institut angehörende Studierende auf ein Ehrenamt bei der Feuerwehr neugierig zu machen.