IMEC

Hightech: Löwen und Antwerpen ziehen in Belgien die meisten Investitionen an

Die flämischen Metropolen Löwen und Antwerpen gehören zu den 10 attraktivsten Städten in Europa für Investoren. Während die Hafenstadt Antwerpen mehr einzelne Investitionen begrüßt, fließt mehr investiertes Geld in die Universitätsstadt Löwen. Dies ist aus einer Studie des belgischen Technologieverbandes Agoria und des Forschungszentrum Sirris ersichtlich.

Agoria und Sirris analysierten während fünf Jahren Technologieunternehmen (sogenannte „ManuTech Start- und Scale-Ups“) in insgesamt 77 europäischen Städten. Dabei wurden Unternehmen unter die Lupe genommen, die vor nicht mehr als 10 Jahren gegründet wurden. Die Wissenschaftler befragten Firmen, die Investitionen von mindestens 750.000 € zu generieren wussten. Und in konkreter Hinsicht sollten dies Unternehmen sein, deren Ziel ist, Produktionsabläufe in Herstellungsverfahren zu verbessern, z.B. Start-Ups in Sachen künstliche Intelligenz, 3D-Druckverfahren oder auch Robotik.

Antwerpen steht in der Top 10 der analysierten Unternehmen in der Zahl der Investitionen hinter München, Berlin, London, Stockholm und Oslo auf Rang 6. Hier konnten führende junge Technologie-Unternehmen wie z.B. Rombit (digitale Lösungen und maritime Dienstleistungen für Häfen und die petrochemische Industrie), Qpinch (nachhaltige Energiegewinnung aus Abfällen) oder Aloxy (Automation über drahtlose Sensoren) Mittel aus dem In- und Ausland anziehen.

Löwen steht auf Rang 2 bei den Städten, die die höchsten Investitionen in „ManuTech Start- und Scale-Ups“ generieren konnten. Nur Berlin schneidet hier besser ab. Hinter Löwen folgen München und Stockholm. Dies ist weitgehend auf eine Rieseninvestition in die Arbeit des Löwener 3D-Druckspezialisten Materialise von Seiten des deutschen Chemiemultis BASF zurückzuführen. Doch auch die Universitäts-nahe Technologiegruppe Imec sorgt stets für interessante neue Investitionen.

In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass rund 25 % der jungen belgischen Unternehmen in diesem Spektrum spin offs von Universitäten sind. EU-weit liegt dieser Durchschnitt bei 29 % Start-Ups aus diesem Bereich.