Ehemalige Kumpel demonstrierten in Brüssel für gerechtere Renten

Am Montag haben mehrere hundert ehemalige Zechenarbeiter aus der flämischen Provinz Limburg in Brüssel für gerechtere Pensionen demonstriert. Ihrer Ansicht nach müssen die Renten neu berechnet werden. Eine Delegation der früheren Kumpel wurde von Belgiens geschäftsführender Premierministerin Sophie Wilmès (MR) empfangen. Dieses Gespräch sei konstruktiv verlaufen, hieß es nach dem Treffen.

Diese Demonstration war eine Folge einer ähnlichen Aktion, die am 4. Dezember 2019 vor dem Bundesrentenamt in Brüssel stattfand. Auch damals waren hunderte Ex-Kumpel aus den Zechen von Limburg in die Hauptstadt gekommen, um zu fordern, dass ihre Renten neu berechnet werden, denn diese seien nicht korrekt. 

Danach versprachen führende Beamte im Rentenministerium, dass sie sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe damit beschäftigen würden. Inzwischen sind die ehemaligen limburgischen Zechenarbeiter der Ansicht, dass die Beamten im Ministerium ihre Bedenken teilen.

Aus diesem Grunde wurden sie erneut in Brüssel vorstellig, um neuen Druck auszuüben. Krawall schlagen war dabei nicht die Absicht. Ziel sollte vielmehr sein, die Politik in dieser Frage zu sensibilisieren, was angesichts eines Gesprächs mit Premierministerin Wilmès deutlich auch gelang.

Dieses Gespräch hat z.B. erbracht, dass die Regierungschefin die entsprechende Arbeitsgruppe, die die Renten der Kumpel unter die Lupe nehmen, dazu anspornen werde, sich mit ihrer Arbeit zu beeilen. Entspreche das Resultat der Arbeitsgruppe den Bedenken der Kumpel des Freundeskreises „Kempische Steenkoolmijnen“ („Kempische Steinkohleminen“), KS, dann solle ein entsprechender Gesetzesvorschlag die Pensionen für die früheren Kumpel neu regeln, so Wilmès.